Der Schock sitzt tief: Einen Tag nach dem tödlichen Mopedunfall einer 13-jährigen Feldbacherin herrscht in der Stadt große Betroffenheit. An der Unfallstelle in der Europastraße wurden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.
Das Mädchen war am Mittwochnachmittag gemeinsam mit ihrer 15-jährigen Schwester mit dem Moped Richtung Mühldorf unterwegs. Bei einer Kollision mit einem abbiegenden Lkw wurde die 13-Jährige tödlich verletzt. Ihre Schwester wurde leicht verletzt ins Krankenhaus Feldbach gebracht.
Auch Feldbachs Bürgermeister Josef Ober zeigte sich tief betroffen. Er kennt die Familie und beschrieb das Mädchen als lebensfroh, gescheit und talentiert.
"Was gestern passiert ist, geht tief und ist unaussprechbar", sagte Ober. "Mein Mitgefühl gilt der Familie. Es ist eine sehr schwierige Situation für alle", wird er in der "Kleinen Zeitung" zitiert.
Besonders groß ist die Betroffenheit am BRG/BORG Feldbach. Die 13-Jährige besuchte dort die vierte Klasse der Unterstufe. Auch ihre beiden älteren Schwestern gehen an die Schule. "Es herrscht viel Trauer. Alle sind sehr betroffen, Lehrer wie Schüler", schilderte Direktor Gunter Wilfinger.
Das Mädchen war außerdem Teil des klassenübergreifenden Ultimate-Frisbee-Teams. Wegen Kennenlern- und Sprachwochen waren am Donnerstag nur neun Klassen im Schulgebäude – das tragische Unglück betrifft dennoch viele Schüler und Lehrer direkt.
Gut 20 Personen standen am Donnerstag den Schülern und Lehrern zur Seite, darunter sechs Schulpsychologinnen und -psychologen, eine Schulsozialarbeiterin und das Kriseninterventionsteam.
Auch Schüler und Lehrer, die derzeit im Ausland sind, gedachten der 13-Jährigen. In Monaco und Rom wurden Kerzen für sie angezündet. Die psychosoziale Begleitung soll auch in den kommenden Wochen weitergehen. Eine Gedenkfeier für die Verstorbene ist in einigen Wochen geplant.
Der Einsatz war auch für die Feuerwehren Mühldorf und Feldbach besonders belastend. "Wir versuchen bei tragischen Einsätzen immer unsere jüngeren Kameraden zu schützen. Wenn es möglich ist, gehen die Reiferen, die mit mehr Ausbildung und Erfahrung, ganz nach vorne", erklärte Florian Karner von der FF Feldbach. Auch die Feuerwehrkräfte wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.