Jetzt wird es rund um Bill Gates wieder brisant: Nachdem der Microsoft-Gründer zwei Affären zugegeben hat, ist eine davon jetzt genauer bekannt. Die Frau soll nicht nur Kontakt zu Jeffrey Epstein gehabt haben, sondern auch zur russischen Spionin Anna Chapman.
"Ich habe tatsächlich Affären gehabt – eine mit einer russischen Bridge-Spielerin, die ich bei Bridge-Turnieren getroffen habe, und eine mit einer russischen Kernphysikerin, die ich durch geschäftliche Kontakte kennengelernt habe", gestand Gates bei einem Treffen seiner Stiftung.
Während die Identität der Kernphysikerin weiter im Dunkeln bleibt, ist die Bridge-Spielerin mittlerweile enttarnt. Wie "20 Minuten" berichtet, zieht sich hinter dieser Affäre ein Netzwerk aus dubiosen Kontakten – von Epstein bis zu einer russischen Agentin.
Die Frau, um die es geht, heißt offenbar Mila Antonova. Ihr Name tauchte schon 2023 in den Epstein-Unterlagen auf. Gates soll Antonova bereits 2009 kennengelernt haben, Epstein kam laut Medienberichten erst vier Jahre später ins Spiel: Ein Freund von Gates, Boris Nikolic, stellte sie 2013 Epstein vor.
Epstein finanzierte daraufhin Antonovas Ausbildung. Warum, bleibt unklar. Später soll Epstein versucht haben, Gates mit dem Wissen um die Affäre zu erpressen. In den veröffentlichten Epstein-Akten findet sich ein Mail-Entwurf, der offenbar an Gates gerichtet war. Darin behauptete Epstein, Gates habe sich bei der Affäre eine Geschlechtskrankheit eingefangen und ihn um Antibiotika gebeten, die er seiner Frau Melinda heimlich verabreichen wollte.
Anna Chapman wurde 2010 als Teil eines russischen Spionagerings in New York festgenommen. Sie soll in der High Society der Stadt für Russland spioniert haben. Nach einem Schuldeingeständnis wurde sie noch im selben Jahr im Rahmen eines Gefangenenaustauschs nach Russland abgeschoben.
Schon vor drei Jahren gab es Berichte über eine mögliche Verbindung zwischen Chapman und Gates' Geliebter Antonova. Die britische Zeitung "Daily Mail" veröffentlichte damals ein Foto, das die beiden Frauen gemeinsam in New York zeigt. Ob Antonova tatsächlich Informationen von Gates an Chapman weitergegeben hat, ist bis heute unklar.
Immer wieder gibt es Spekulationen, dass Epstein gezielt reiche und einflussreiche Persönlichkeiten aus dem Westen in sogenannte Honigfallen gelockt hat – angeblich im Auftrag Russlands, um sie erpressen zu können. In den veröffentlichten Akten ist zu sehen, wie er sich um ein Treffen mit Wladimir Putin bemüht hat. Ob es dazu kam, weiß niemand. Zuletzt kündigte sogar die polnische Regierung an, Epsteins Verbindungen zu russischen Geheimdiensten untersuchen zu wollen.
Eine direkte Verbindung zwischen Epstein und Chapman gibt es bisher nicht. In den Akten findet sich lediglich ein Mail, in dem ihr Name erwähnt wird. Darin fragt Epstein eine unbekannte Person, ob sie "die Anna Chapman, die Spionin" gekannt habe. Das Mail ist auf den 30. Juni 2010 datiert – nur drei Tage nach Chapmans Festnahme.