Der frühere Staatschef Nicolás Maduro hat sich erstmals seit seiner Inhaftierung in den USA öffentlich geäußert. In einer über den Kurznachrichtendienst X verbreiteten Botschaft erklärte er gemeinsam mit seiner ebenfalls inhaftierten Ehefrau Cilia Flores: "Es geht uns gut, wir sind standhaft, ruhig und im ständigen Gebet."
Das Paar bedankte sich bei Unterstützern weltweit für zahlreiche Nachrichten. "Jedes Wort der Liebe, jede Geste der Zuneigung, jeder Ausdruck der Unterstützung füllt uns die Seele und stärkt uns geistig", hieß es weiter.
Unklar blieb zunächst, ob Maduro die Botschaft selbst formulieren konnte. Nach Angaben aus seinem Umfeld hat er im Hochsicherheitsgefängnis in Brooklyn keinen direkten Internetzugang und darf nur eingeschränkt telefonieren – höchstens 15 Minuten.
Maduro war Anfang Jänner bei einem spektakulären Einsatz von US-Spezialkräften in Venezuela festgenommen und in die USA gebracht worden. Seitdem sitzt er gemeinsam mit seiner Frau in New York in Haft. Die US-Justiz wirft dem 63-Jährigen unter anderem "Drogenterrorismus" und Verbindungen zu Drogenkartellen vor. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.
Zuletzt stand Maduro erneut vor Gericht in New York, wo unter anderem über die Finanzierung seiner Verteidigung gestritten wird.