Im September trennte sich der ÖFB nach rund neun Jahren von Sportdirektor Peter Schöttel. Das Aus kam durchaus überraschend. Als Grund nannte der Verband in einer Aussendung "unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Ausgestaltung der Position".
Fakt ist: Die Suche nach einem Schöttel-Nachfolger läuft – und soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Die Bewerbungsfrist ist seit mehr als einer Woche vorbei. Unterstützt wird der Verband vom externen Personalberater Ernst & Young.
"Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen eine Liste entstehen wird", sagte Ralf Rangnick am Montag im Rahmen der Kader-Nominierung. Der Teamchef selbst hält sich bei der Suche jedoch zurück: "Ich bin in diesen Sichtungsprozess und auch den Entscheidungsprozess ganz bewusst von meiner Seite aus nicht involviert."
ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll und Geschäftsführer Bernhard Neuhold würden seine Meinung aber kennen. "Ich wünsche mir die bestmögliche Besetzung, die der ÖFB kriegen kann in jeder Hinsicht. Nur dann, wenn wir wirklich 'state of the art' aufgestellt sind, bringt das den Verband insgesamt weiter."
Vor rund einem Monat hatte Rangnick die Suche mit jener nach der "eierlegenden Wollmilchsau" verglichen. Dazu meinte er nun: "Das klingt vielleicht ein bisschen hart, aber jeder weiß, was damit gemeint ist." Pröll möchte spätestens bis Jahresende den Nachfolger von Schöttel vorstellen.
Zuletzt sickerten erste Namen durch. So sollen unter anderen Marc Janko, Stefan Maierhofer, Sebastian Prödl und Martin Scherb Interesse am Posten haben.
Auch Peter Stöger wurde immer wieder als möglicher Kandidat genannt. Der ORF-Experte sagte am Montag aber ab, meinte live im TV, er habe trotz gutem Verhältnis zu Pröll "keine Bewerbung abgegeben".