Die Freiwillige Feuerwehr Krems (NÖ) in der Vorreiterrolle: Das soll zumindest Peter Hanke (SPÖ), Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, betont haben. Er war bei der offiziellen Inbetriebnahme des ersten E-Tanklöschfahrzeuges von Niederösterreich am 9. Mai 2026 dabei. Den Probebetrieb hat es bereits absolviert.
Das Fahrzeug ist ein "RT" der Firma Rosenbauer. Er hat einen umweltfreundlichen Antrieb sowie ein neues Arbeits- und Mannschaftskonzept.
Die Sitzreihen seien nämlich nicht mehr hintereinander, sondern im rechten Winkel zu der Fahrtrichtung. Die Kommunikation sei damit optimiert worden.
Gerhard Urschler, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krems, erklärt: "Dass sich mit dem neuen 'RT' unsere Schlagkraft erhöht, hatten wir erwartet. Dass sich diese aber derart erhöht, hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen."
200 Einsätze habe der "Tank 10" während des Probebetriebs bereits durchlaufen. "Im Zusammenspiel mit unserer eigenen PV-Anlage ist der 'Tank 10' auch bei länger andauernden Stromausfällen einsetzbar, während Feuerwehrautos mit einem Verbrennermotor möglicherweise zum Stillstand kommen, weil es an den Zapfsäulen keinen Treibstoff mehr gibt", so Andreas Herndler, Kommandant-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Krems.
Der Kremser Stadtpfarrer Franz Richter, der evangelische Feuerwehrkurat Jörg Kreil und aus Polen Josef Jasiurkowski: Diese drei Geistlichen segneten das Tanklöschfahrzeug. Die Fahrzeug-Paten sind Baumeisterin Elisabeth Schubrig und Gastronom Harald Schindlegger.
"Hier gehen Sicherheit und Umweltschutz mit moderner Technologie Hand in Hand. Dieses Projekt ist ein Türöffner dafür, dass wir mit E-Autos, E-Nutzfahrzeugen und E-Löschfahrzeugen gemeinsam in die Zukunft gehen", so Hanke.
Er ist überzeugt, dass in den nächsten 20 Jahren ein weiteres Mal zu Technologiesprung kommen werde. Das Ziel: "dass bis 2040 alle Feuerwehrautos elektrisch betrieben werden."
Die Freiwillige Feuerwehr Krems habe 1,6 Millionen Euro investiert, der Bund 800.000 Euro, die Stadt Krems 500.000 Euro und das Land Niederösterreich 200.000 Euro.
Zum Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Krems gehören circa 30 Fahrzeuge, unter diesen sind elf Hilfeleistungsfahrzeuge, drei Wechselladefahrzeuge und eine Drehleiter. Das E-Tanklöschfahrzeug könne vier Stunden lang unter Volllast autonom benutzt werden.