Meilenstein im Asylbereich

Erstmals mehr Abschiebungen als neue Asylanträge

In der Nacht auf Mittwoch wurden 6 Nigerianer aus Österreich abgeschoben. Drei von ihnen waren zuvor strafrechtlich verurteilt worden. Die Details.
André Wilding
19.06.2026, 15:00
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Österreich hat sich erneut an einer internationalen Abschiebeaktion beteiligt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hob ein Charterflug in Richtung Nigeria und Ghana ab. Die Rückführung erfolgte im Rahmen einer Frontex-Operation, an der neben Deutschland auch Österreich, Spanien und Italien beteiligt waren.

Insgesamt wurden bei dem Flug 35 Personen außer Landes gebracht. Laut den Angaben handelte es sich dabei überwiegend um Personen, die bereits strafrechtlich verurteilt worden waren.

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Sechs Personen aus Österreich

Aus Österreich befanden sich sechs nigerianische Staatsangehörige an Bord des Flugs. Dabei handelte es sich um fünf Männer und eine Frau.

Bei drei der sechs Abgeschobenen lagen strafrechtliche Verurteilungen vor. Genannt werden unter anderem schwere Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Delikte nach dem Suchtmittelgesetz.

Innenminister Gerhard Karner
Denise Auer

Mehr Abschiebungen als Asylanträge

Österreich habe sich auf europäischer Ebene zuletzt verstärkt für konsequente Rückführungen eingesetzt. Als Grundlage werden dabei der europäische Asylpakt sowie die geplante Rückführungsverordnung genannt.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden im Jahr 2025 durchschnittlich 40 Personen pro Tag außer Landes gebracht. Darunter seien täglich rund zehn verurteilte Straftäter gewesen.

Für das laufende Jahr wird zudem eine Entwicklung hervorgehoben: Demnach seien 2026 bislang erstmals mehr illegal aufhältige Personen und Straftäter abgeschoben worden, als neue Asylanträge gestellt wurden.

"Entwicklung in richtige Richtung"

"Illegale Migration werden wir weiter ganz konsequent reduzieren. Die Entwicklung geht in die absolut richtige Richtung. Erstmals gibt es mehr Abschiebungen als neue Asylanträge. Diesen Weg werden wir fortsetzen. Dazu gehören auch Abschiebungen von Straftätern und illegal Aufhältigen", stellt Innenminister Gerhard Karner klar.

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