Nach Attacke auf Mitarbeiter

"Es reicht"! Deutsche Bahn greift jetzt knallhart durch

"Es reicht. Genug ist genug. Wir greifen jetzt noch härter durch" – mit dieser Ansage stellt die DB-Chefin die Weichen auf härtere Gangart.
Newsdesk Heute
21.07.2026, 17:27
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Bis zum 15. Oktober 2026 soll der Konsum von Bier, Wein und anderen alkoholischen Getränken in Einrichtungen der Deutschen Bahn flächendeckend verboten werden. Die neue Regelung soll für Bahnhofshallen, Bahnsteige und Zugänge gelten. Die Bahn will dafür die jeweiligen Hausordnungen anpassen und sich mit Kommunen, Behörden und Verwaltungen abstimmen.

Wer trotz des Verbots Alkohol trinkt, muss mit einem Platzverweis rechnen. Bei wiederholten Verstößen kann ein Hausverbot ausgesprochen werden. Kontrolliert werden soll die Regelung von Mitarbeitern der DB-Sicherheit und der Bundespolizei.

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An rund 30 größeren Bahnhöfen gelten bereits solche Alkoholverbote, darunter in Hamburg, Köln und Frankfurt. Nach Angaben der Bahn seien dort Konflikte zurückgegangen. Auch der Reinigungsaufwand habe sich verringert.

Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt

"Zu oft mussten wir feststellen, dass dort, wo zu viel Alkohol fließt, auch die Gewalt zunimmt. Zuletzt hat uns dies der brutale und sinnlose Angriff vom vergangenen Freitag gezeigt", sagt DB-Chefin Evelyn Palla zu "Bild". Ihr klarer Kurs: "Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen. Für mich zählt nur eins: der Schutz unserer Kollegen und unserer Reisenden".

Die Entscheidung fällt wenige Tage nach einem schweren Zwischenfall auf der Strecke zwischen Offenburg und Karlsruhe. Wie berichtet, eskalierte eine Fahrkartenkontrolle Freitagabend komplett. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Fahrgast.

Ein 26 Jahre alter Sicherheitsmitarbeiter stürzte bei Ettlingen-Bruchhausen aus dem fahrenden Regionalzug und wurde zunächst lebensgefährlich verletzt. Mittlerweile ist der Mann außer Lebensgefahr. Wie sich die Zugtür während der Fahrt öffnen konnte und wie genau es zu dem Sturz kam, wird noch ermittelt.

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