Sexismus, Postenschacher, Lästereien über Minister der eigenen Partei und die "degenerierte Oberösterreicher". Der Wiener Wirtschaftsbund-Präsident Walter Ruck steht schwer in Bedrängnis, selbst Spitzenpolitiker der eigenen Partei legen ihm den Rücktritt nahe.
Kanzler Stocker forderte Aufklärung und selbst die WKO-Präsidentin distanzierte sich. Einzig Bürgermeister-Buddy Michael Ludwig hält ihm die Stange und lobt diesen als "umsichtigen und vertrauensvollen Gesprächspartner".
Indes machten in manchen Medien Gerüchte die Runde, im Wirtschaftsbund bereite man bereits den Rücktritt Rucks vor. Nachfolgen soll ihm dessen bisheriger Stellvertreter Martin Heimhilcher.
Dieser meldete sich jetzt mit einer Aussendung zu Wort, deren Inhalt keinen Raum für Spekulationen lässt: "Wir stehen geschlossen hinter Walter Ruck, es wird keinen Rücktritt unseres Präsidenten geben."
Mehr noch: "Der entsprechende Kurier-Bericht über einen etwaigen Rücktritt samt Nachfolgespekulation ist frei erfunden und wird offenbar böswillig von den Kampagnenmachern gestreut", mutmaßt Wirtschaftsbund-Stellvertreter Martin Heimhilcher.