4 Direktoren, 9 Landeschefs

"Geheimsache" – Westenthaler über ORF-Wahl erbost

Wahlen im ORF gehen offenbar nicht mehr ohne viel Unruhe im Vorfeld über die Bühne. Erneut legt sich Peter Westenthaler mit dem Stiftungsrats-Chef an.
Heute Politik
21.07.2026, 14:38
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Am 11. August steht im ORF die nächste Weichenstellung an. An diesem Tag sollen im Stiftungsrat die vier Direktoren und neun Chefs der Landesstudios gewählt werden, die die größte Medienorgel des Landes dann gemeinsam mit dem neuen General Clemens Pig in die Zukunft führen sollen.

Medienorgel mit groben Misstönen

Doch es wäre nicht der ORF, gebe es nicht auch vor dieser Wahl – ähnlich wie bei der Generaldirektors-Wahl – gröbere Misstöne.

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Einmal mehr im Mittelpunkt: der von der FPÖ in den Stiftungsrat entsandte Peter Westenthaler. In einem offenen Brief an Heinz Lederer, den Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums, macht er seinem Ärger über Geheimnistuerei rund um die Bewerbungen Luft und beklagt sich, dass der Stiftungsrat "für dumm verkauft" werde.

Westenthaler: "Für dumm verkauft"

Wörtlich heißt es in dem Schreiben, das "Heute" vorliegt: "Während der gewählte ORF-Generaldirektor und der Vorsitzende des Stiftungsrates die Bewerbungen der Kandidaten für Direktorium und Landesstudios mit skurrilen Erklärungen zur Geheimsache erklären und damit dem EMFA (Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Bestellung) widersprechen, werden wenige, ausgesuchte Medien sehr wohl mit Informationen über Namen und Anzahl von Bewerbern versorgt. Nur das für die Bestellung einzig zuständige Gremium wird für dumm verkauft und ohne Informationen übergelassen."

Erinnerungen an Causa Weißmann

Dieses Vorgehen lasse in ihm Erinnerungen an die Ereignisse rund um die "katastrophal gescheiterte Informationspolitik in der Causa Weißmann (geschasster Ex-ORF-General, Anm.) wach werden, so Westenthaler weiter.

Drohung mit rechtlichen Schritten

"Wie soll ein Stiftungsrat überhaupt Entscheidungen treffen, wenn er nicht einmal über alle Bewerber informiert wird? Ist das wirklich im Sinne des Transparenzgebots im EMFA oder werden hier gerade neue Ansätze für künftige Klagen auch gegen die Bestellung am 11.8. geliefert", droht der blaue Stiftungsrat mit rechtlichen Schritten.

Westenthaler will alle Bewerbungsunterlagen haben

Den Brief beendet Westenthaler mit einer konkreten Forderung an Lederer und Pig: "Angesichts des eklatanten Widerspruchs in der aktuellen Information – einerseits Medien ausgewählt zu informieren, aber dem Stiftungsrat alle Informationen zu verwehren – verlange ich die Übermittlung aller Bewerbungsunterlagen sämtlicher Bewerber für Direktorium und Landesstudios."

High Noon am 11. August

Schließlich sei es Aufgabe des Stiftungsrates, sich gewissenhaft auf die Entscheidungen am 11. August vorzubereiten. Eine solche Vorbereitung beinhalte auch das Studium aller Bewerbungsunterlagen. Der EMFA verlangt Nachvollziehbarkeit und Transparenz bei der Bestellung. Westenthaler: "Dies ist beides bisher nicht gegeben, außer man ist privilegierter Journalist ausgewählter Medien."

Die Fortsetzung der Daily Soap am Küniglberg scheint garantiert …

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 21.07.2026, 14:43, 21.07.2026, 14:38
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