Der europäisch-chinesische Forschungssatellit Smile hat heute in den frühen Morgenstunden erfolgreich abgehoben. Eine Vega-C-Rakete brachte ihn vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All.
Die Mission soll klären, wie das magnetische Schutzschild der Erde auf Weltraumwetter reagiert. Sonnenstürme können nicht nur spektakuläre Polarlichter auslösen, sondern auch für die Elektronik auf der Erde gefährlich werden.
Wie die dpa berichtet, sind neben Deutschland und der Schweiz auch Österreich und China an dem Projekt beteiligt. Ziel ist es, erstmals Position, Form und Ausdehnung der Magnetosphäre als Ganzes darzustellen.
Der Satellit verfügt über vier wissenschaftliche Instrumente: Eine Röntgenkamera soll die sonst nicht sichtbare Magnetosphäre abbilden. Eine Ultraviolettkamera kann mehr als drei Tage am Stück Polarlichter erfassen. Dazu kommen ein Magnetometer und ein Ionenspektrometer für Sonnenwind-Partikel.
Aktuell befindet sich Smile in einer erdnahen Umlaufbahn in rund 700 Kilometern Höhe. Durch mehrere Schübe soll der Satellit dann eine elliptische Umlaufbahn zwischen 5.000 und 121.000 Kilometern erreichen. Die ersten Daten der dreijährigen Mission werden im Juli erwartet.