Nach dem ESC

Ohrwurm? Mit diesem simplen Trick stoppst du ihn

Nach dem ESC summen viele Hits tagelang im Kopf. Warum das Gehirn Songs festhält – und welcher Trick hilft.
Heute Life
18.05.2026, 12:16
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Der Eurovision Song Contest ist vorbei – doch in vielen Köpfen läuft das Finale weiter. Eingängige Refrains, markante Melodien und ständig wiederholte Songzeilen bleiben oft tagelang hängen. Besonders nach großen TV-Events wie dem ESC werden Ohrwürmer für viele Menschen zur akustischen Dauerschleife.

Warum Songs im Kopf bleiben

Laut Musikwissenschaftlerin Sarah Ambros von der Universität Wien haben Ohrwürmer oft eine ähnliche Struktur: kurze Melodiefragmente, viele Wiederholungen und einfache Tonfolgen. "Das ist für unser Gehirn leicht zu merken und leicht zu reproduzieren", erklärt sie gegenüber dem "ORF". Häufig reichen schon drei bis vier Takte, damit sich ein Lied im Gedächtnis festsetzt.

Vor allem in ruhigen Momenten schlägt das Gehirn zu: beim Duschen, Kochen oder kurz vor dem Einschlafen. Fehlen äußere Reize, beginnt das Gehirn gewissermaßen, die Lücke selbst zu füllen – oft mit Musik, die kurz zuvor gehört wurde.

Warum gerade ESC-Songs so gefährlich sind

Der Eurovision Song Contest gilt als perfekte Ohrwurm-Maschine. Viele Beiträge setzen bewusst auf eingängige Hooks, einfache Wiederholungen und prägnante Refrains. Genau das macht Songs leicht merkbar – und schwer wieder loszuwerden.

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Auch Österreichs heuriger Beitrag "Tanzschein" wurde von Expertinnen und Experten als besonders "ohrwurmtauglich" eingestuft. Wiederholte Schlüsselwörter und eingängige Rhythmik erhöhen die Chance, dass ein Song noch lange nach dem Finale im Kopf bleibt.

Der überraschend einfache Trick

Wer den Ohrwurm endlich loswerden will, könnte zu Kaugummi greifen. Dahinter steckt mehr als nur ein Hausmittel: Beim Kauen wird das Sprachzentrum im Gehirn aktiviert. Dadurch verliert die musikalische Gedankenschleife an Raum – der Ohrwurm kann abbrechen.

Was sonst noch hilft

Auch geistige Ablenkung kann wirken. Rätsel lösen, lesen oder konzentrierte Tätigkeiten fordern das Gehirn und verdrängen die musikalische Dauerschleife. Besonders wirksam seien Gespräche, weil dabei ebenfalls sprachliche Prozesse aktiv werden.

Weniger empfehlenswert ist dagegen die Strategie "Song gegen Song". Wer versucht, einen Ohrwurm mit dem nächsten Hit zu überdecken, tauscht oft nur die Melodie aus – und hat am Ende statt eines Problems gleich das nächste im Kopf.

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