Nur alle 2,7 Jahre

Seltenes Himmelsspektakel sorgt Ende Mai für Staunen

Am 31. Mai zeigt sich über Österreich ein "Blauer Mikromond" – ein seltenes Himmelsschauspiel. Was du darüber wissen musst.
Heute Life
19.05.2026, 11:38
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

In der Nacht auf den 31. Mai 2026 richtet sich der Blick vieler Himmelsbeobachterinnen und Himmelsbeobachter nach oben: Über Österreich wird ein sogenannter "Blauer Mikromond" sichtbar. Hinter dem ungewöhnlichen Begriff verbirgt sich eine seltene Kombination zweier astronomischer Phänomene – ein Ereignis, das nur alle paar Jahre vorkommt. Der Mond wird dabei allerdings weder blau leuchten noch außergewöhnlich groß erscheinen. Im Gegenteil: Er wirkt sogar etwas kleiner als gewohnt.

Warum "blauer" Mond?

Ein "Blauer Mond" bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats. Nachdem bereits am 1. Mai 2026 ein Vollmond die Nacht erhellt hat, folgt am 31. Mai ein zweiter – und damit ein sogenannter "Blue Moon". Der Begriff hat nichts mit der tatsächlichen Farbe des Erdtrabanten zu tun. Ein bläulich wirkender Mond ist nur unter sehr speziellen atmosphärischen Bedingungen möglich, etwa nach Vulkanausbrüchen oder starker Rauchentwicklung.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mikromond statt Supermond

Zusätzlich handelt es sich beim Vollmond Ende Mai um einen "Mikromond". Das bedeutet: Der Mond befindet sich nahe seinem erdfernsten Punkt auf der Umlaufbahn und erscheint deshalb geringfügig kleiner und weniger hell als ein durchschnittlicher Vollmond. Sichtbar ist der Unterschied für das bloße Auge allerdings kaum – Expertinnen und Experten sprechen von wenigen Prozentpunkten Größenunterschied.

Wann das Schauspiel in Österreich sichtbar ist

Der Vollmond erreicht seinen Höhepunkt am 31. Mai 2026 um 10.45 Uhr – also tagsüber, wenn man ihn nicht sieht. Dennoch lohnt sich der Blick in den Himmel bereits in den frühen Morgenstunden, bevor der Mond um 4.20 Uhr untergeht. Besonders eindrucksvoll dürfte er jedoch auch bei seinem Aufgang am Abend des 31. Mai um 21.34 Uhr wirken.

Ein fast unscheinbares Naturschauspiel

So spektakulär der Name "Blauer Mikromond" klingt: Wer ein dramatisches Farbenspiel erwartet, dürfte enttäuscht werden. Gerade seine Unscheinbarkeit macht das Ereignis für Astronomie-Fans jedoch reizvoll. Denn die Kombination aus zweitem Vollmond des Monats und größter Erdentfernung ist selten – und erinnert daran, dass selbst vermeintlich gewöhnliche Nächte Überraschungen bereithalten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.05.2026, 11:38
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen