Nach dem Songcontest ist vor dem nächsten Konzert: Kaum war Bulgarien zum Sieger des Eurovision Song Contest 2026 gekürt, rückten in der Wiener Stadthalle schon die ersten Arbeiter an. Seit der Nacht auf Sonntag läuft dort der große Rückbau der riesigen ESC-Bühne – und der Zeitplan ist extrem knapp.
Rund 500 Arbeiter sind derzeit im Schichtbetrieb im Einsatz. Gearbeitet wird sogar nachts bis 4 Uhr früh. Denn schon bis Samstag muss die Halle wieder komplett frei für Konzerte und Veranstaltungen sein.
"Was ungefähr in drei Wochen aufgebaut wurde, muss in knapp einer Woche wieder raus", erklärt Norbert Welzl von der ORF-Arbeitssicherheit im Interview mit "Wien heute". Während beim Aufbau millimetergenau gearbeitet werden musste, gehe es nun um einiges schneller. "Es muss nur mehr zerlegt, in Kisten verpackt und abtransportiert werden", so Welzl.
Besonders spektakulär ist der Blick unter die Hallendecke: Dort hängen noch immer riesige Licht- und Bühnenelemente mit einem Gesamtgewicht von rund 130 Tonnen. Deshalb gelten strenge Sicherheitsregeln: Ohne Helm darf derzeit niemand die Halle betreten. Schritt für Schritt wird jetzt das sogenannte Rigging heruntergelassen. Parallel dazu verschwinden die riesigen Videowände und der lange ESC-Catwalk.
"Die einzelnen Elemente werden abgebaut und abtransportiert. Wenn der Hallenboden so weit frei ist, dass man das Rigging von der Hallendecke herunterlassen kann, werden die Scheinwerfer abmontiert", schildert Welzl.
Viele Teile der gigantischen ESC-Produktion gehören weder dem ORF noch der Stadthalle. Das Equipment wurde von internationalen Firmen angemietet und reist jetzt direkt weiter zur nächsten Großveranstaltung irgendwo in Europa.
"Das ist sehr knapp eingetaktet", sagt Welzl. Gut möglich also, dass Teile der Wiener ESC-Bühne schon nächstes Jahr wieder beim Song Contest in Bulgarien auftauchen.