Urheberrechte im Fokus

EU-Parlament will besseren Schutz vor KI für Medien

Das EU-Parlament fordert strengere Regeln, um Urheberrechte und Medien vor unzulässiger Nutzung durch Künstliche Intelligenz zu schützen.
Digital  Heute
10.03.2026, 22:03
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Die Abgeordneten im Europaparlament wollen Künstler, Autoren und Medien besser vor einem unerlaubten Zugriff durch Künstliche Intelligenz schützen. "Das heutige Urheberrecht reicht nicht aus", steht in einem Antrag, den die Abgeordneten am Dienstag in Straßburg beschlossen haben. Sie fordern die EU-Kommission auf, die alten Regeln an große KI-Modelle wie ChatGPT, Claude und Google Gemini anzupassen.

Diese Chatbots werden mit Unmengen an Informationen aus dem Internet gefüttert, die sie dann für ihre Antworten verwenden. Darunter sind auch urheberrechtlich geschützte Inhalte, für deren Nutzung die KI-Firmen keine Lizenz haben. Oft sind das Nachrichtenseiten – auf manche greifen die KI-Modelle sogar dann zu, wenn sie eigentlich nur für Abonnenten zugänglich sind.

Die Abgeordneten fordern die Kommission deshalb auf, "Möglichkeiten zum Schutz von Presse- und Nachrichtenmedien zu prüfen, deren Angebote von KI-Systemen wiederholt und umfassend ausgenutzt werden". Die Medienunternehmen sollten nach Möglichkeit auch dafür entschädigt werden, dass die KI-Modelle ihnen die Klicks wegnehmen, steht im Antrag.

Ruf nach KI-Kennzeichnung

Besonders für kleine Lokalmedien sei die Gefahr am größten. Die Kommission soll außerdem prüfen, ob Urheber sogar für die bisherige Nutzung ihrer Werke entschädigt werden könnten, verlangen die Abgeordneten.

Sie betonen auch, dass KI-generierte Inhalte überall klar gekennzeichnet werden müssen. Es gibt dazu zwar schon ein EU-Gesetz, das aber noch nicht ganz greift. Ein EU-Leitfaden zum Urheberrecht ist für die KI-Anbieter derzeit freiwillig.

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