Marco Rose rechnet mit seinem ehemaligen Arbeitgeber ab! Der frühere Trainer in der deutschen Bundesliga spricht offen über die schwierigen letzten Monate seiner Amtszeit bei RB Leipzig und kritisiert die mangelnde Rückendeckung durch die Klubführung. Gleichzeitig stellt sich der 50-Jährige hinter seinen Nachfolger Martín Demichelis.
"Die letzten Monate in Leipzig haben mit mir schon auch was gemacht", gesteht Rose bei RTL/Sky Sport. Er habe damals ein Stück weit seine Leichtigkeit verloren. Gerade in schwierigen Phasen brauche ein Trainer die volle Unterstützung seines Vereins.
Doch genau diese habe ihm offenbar gefehlt. "Auch dort werden heutzutage viel zu früh Dinge infrage gestellt, obwohl man oft in einem Prozess ist, obwohl man gelegentlich verletzte Spieler hat", kritisiert Rose. Der Deutsche hatte Leipzig von September 2022 bis März 2025 betreut, ehe er seinen Posten räumen musste.
Besonders kritisch sieht Rose auch den aktuellen Umgang mit Demichelis. Der Argentinier steht seit Sommer an der Seitenlinie, hat aber bereits mit Gegenwind zu kämpfen. Rose habe das Gefühl, "dass der Daumen gesenkt ist". Das sei für einen Trainer "kein angenehmes Gefühl". Er wünsche sich mehr Verantwortungsbewusstsein bei den Entscheidungsträgern.
Rose selbst hat inzwischen einen Neustart gewagt. Nach einem Jahr Pause übernahm er im Juli den englischen Premier-League-Klub AFC Bournemouth. Die Auszeit habe ihm gutgetan, um die Ereignisse aufzuarbeiten. Zuletzt durfte er mit seinem neuen Team sogar einen 3:0-Auswärtssieg bei Manchester United bejubeln.