Nach einer Party-Nacht im vergangenen November in Graz soll die Beauty-Influencerin Stefanie P. von ihrem eifersüchtigen Ex-Freund Patrick M. (31) getötet worden sein. Jetzt wurde die Mordanklage eingebracht – wir berichteten.
Die jahrelange On-off-Beziehung zwischen dem arbeitslosen Kampfsportler und der ambitionierten Beauty-Unternehmerin war im Herbst 2025 endgültig zerbrochen, nur noch wegen des gemeinsamen Hundes "Marlow" bestand zwischen den beiden noch Kontakt. Dennoch besaß der 31-jährige Slowene noch einen Wohnungsschlüssel – ein fataler Fehler.
Denn Ermittler konnten nun die letzten Minuten im Leben der Influencerin minutiös nachzeichnen: Beim gemeinsamen Feiern waren die beiden sich erneut begegnet. Während sie um 6 Uhr aus dem Club nach Hause fuhr und noch einer Freundin von seinen "verachtenden Blicken" berichtete, folgte er ihr eine Stunde später zur ehemals gemeinsamen Wohnung. Da sie nicht mehr auf seine Anrufe reagierte und auch nichts mehr von ihm wissen wollte, nahm er den Schlüssel und drang ein. Ein Nachbar hörte noch einen lautstarken Streit, dann war es plötzlich still.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
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Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
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Drinnen wurde die Grazerin vom Ex gewürgt und mit einem Messer verletzt – bewusstlos wurde die blutende Frau in einen Reisekoffer gezwängt, soll erst darin endgültig erstickt sein. Die Leiche brachte der Angeklagte schließlich mit seinem roten Golf über die Grenze nach Slowenien, wo für ihn die Handschellen klickten. Erst nach tagelanger Suche fand man die Leiche von Stefanie P. in einem Waldstück bei Majšperk.
Laut Anklage ließ der Tatverdächtige nach dem Vorfall in der Wohnung noch das blutbefleckte Hundebett, den Teppich und sein Messer verschwinden und schmiss Stefanie P.s Handy in ein Gebüsch. Brisant: Laut Auswertung seines Mobiltelefons recherchierte der 31-Jährige um exakt 9.23 Uhr bei ChatGPT, wie schnell man bei einem Würgegriff ohnmächtig werden könne und wie sehr man aufpassen müsse, dass jemand dabei stirbt.
Den Mordvorwurf bestreitet der von Star-Anwältin Astrid Wagner verteidigte 31-Jährige weiterhin vehement – allerdings dürfte es vor Gericht eng werden. Denn nachweislich leitete er keinerlei Rettungs- oder Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Nur zum Transport und dem Vergraben der Leiche – also zur Störung der Totenruhe – zeigte er sich geständig. Hilfe hatte er dabei wohl keine. Denn die Ermittlungen gegen Vater und Bruder, die gemeinsam mit ihm im Auto saßen, wurden eingestellt. Ein Prozesstermin steht bisher nicht fest, es droht lebenslang. Die Unschuldsvermutung gilt.