Nach nur einer Saison bei den Racing Bulls, dem zweiten Bullen-Team in der Motorsport-"Königsklasse", erhält Hadjar die Beförderung. Der Franzose mit algerischen Wurzeln wird 2026 neben Vierfach-Weltmeister Verstappen an den Start gehen, löst den schwächelnden Yuki Tsunoda ab. Hadjar ist der bereits achte Pilot, der sich an der Seite des Niederländers beweisen darf, nach Carlos Sainz, Daniel Ricciardo, Pierre Gasly, Alexander Albon, Sergio Perez, Liam Lawson und eben Tsunoda.
Red Bull entschied sich jedenfalls, das Cockpit intern zu besetzen, einem Talent die Chance zu geben. Und nicht einen Fahrer von außen hinzu zu holen.
Wenn es nach dem Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve geht, ist dies aber die falsche Entscheidung gewesen. Der Kanadier, Titelträger der Saison 1997, hätte stattdessen Sainz zu Red Bull geholt. Der Spanier war zu Verstappens Toro-Rosso-Zeiten bereits Teamkollege des Niederländers und bot Verstappen die Stirn. Nach seinem Ferrari-Abgang – Sainz musste für Lewis Hamilton Platz machen – suchte er ein Top-Cockpit, unterschrieb letztendlich bei Williams, könnte den Rennstall aber verlassen, wenn ein Top-Team anklopft.
"Als er Teamkollege von Max war, hat er das ziemlich gut gemacht. Da gab es nichts, wofür man sich hätte schämen müssen", meinte Villeneuve im "High Performance"-Podcast. Sainz sei demnach "sehr gut ausgebildet, sehr fokussiert."
Und besonders bemerkenswert für den Kanadier: "In jedem Team, in dem er war, hat er das Team besser gemacht", lobte der Ex-Weltmeister. Sainz fuhr in der gerade zu Ende gegangenen Saison gleich zwei Stockerlplätze ein. "Er versteht wirklich, was das Auto macht, und weiß, was es braucht", betonte der Ex-Champion. Und genau das würde den 31-Jährigen zum perfekten Teamkollegen machen.
Red Bull entschied sich aber gegen Sainz. Wohl auch deshalb, weil es zwischen Star-Fahrer Verstappen und dem Spanier bereits geknistert hat.