Hasel, Erle & Co.

"Extrem" – Diese Karte dürfte Allergiker nicht freuen

Mit den frühlingshaften Temperaturen ist die Pollenkonzentration von Hasel und Erle sprunghaft angestiegen. Auch Eibe und Ulme liegen in der Luft.
Newsdesk Heute
09.03.2026, 11:30
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Frühlingshafte Temperaturen und viel Sonnenschein sorgen derzeit in Österreich für einen deutlich spürbaren Pollenflug. Für Allergiker bedeutet das derzeit eine hohe Belastung in vielen Landesteilen.

Nach aktuellen Einschätzungen des Pollenservices der Medizinische Universität Wien sind vor allem die klassischen Frühblüher für die Situation verantwortlich. Besonders die Erle steht aktuell in voller Blüte und gibt große Mengen an Pollen in die Luft ab. Vor allem Grau- und Schwarzerlen sorgen derzeit in Niederungen und Tallagen für hohe Konzentrationen.

Die Hasel, die den Pollenflug bereits früh im Jahr eingeläutet hat, erreicht vor allem in einigen Tälern wie im Salzburger Pinzgau, Pongau und Lungau weiter hohe Konzentrationen, während der Konzentrationsgipfel in den Tieflagen vielerorts bereits überschritten wurde.

Ihre Pollen werden zwar weiterhin gemessen, meist jedoch nur noch in mäßigen Mengen. Dennoch können empfindliche Personen weiterhin Symptome verspüren.

Haselnuss-Kätzchen im Frühling.
IMAGO/Zoonar

Besonders stark kann die Belastung in der Nähe größerer Erlenbestände ausfallen. Diese wachsen häufig entlang von Flüssen, Bächen oder in Auwäldern. Allergikern wird deshalb empfohlen, solche Gebiete in den kommenden Tagen möglichst zu meiden.

Mit den steigenden Temperaturen kündigt sich außerdem bereits die nächste Pollensaison an. An besonders warmen und geschützten Standorten – etwa in Städten – können bereits erste Eschen blühen. Dadurch sind lokal schon leichte Belastungen möglich. Im Laufe der kommenden Woche könnte sich der Pollenflug der Esche dann weiter ausbreiten.

Auch die Birke rückt langsam näher. Modellrechnungen deuten darauf hin, dass ihre Blüte zwischen Mitte und Ende März beginnen könnte. Erste einzelne Birkenpollen wurden bereits an Messstellen registriert, etwa in Oberösterreich. Eine flächendeckende Belastung ist derzeit allerdings noch nicht zu erwarten.

Neben diesen Hauptverursachern befinden sich auch Pollen von Ulmen, Pappeln, Weiden sowie von Eiben- und Zypressengewächsen in der Luft. Diese spielen für Allergiker jedoch meist eine untergeordnete Rolle, da ihr allergenes Potenzial vergleichsweise gering ist.

Sollten die milden Temperaturen und der Sonnenschein in den kommenden Tagen anhalten, dürfte der Pollenflug weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Für Betroffene empfiehlt es sich daher, die aktuellen Pollenprognosen regelmäßig zu verfolgen und Aktivitäten im Freien entsprechend zu planen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.03.2026, 11:30
Jetzt E-Paper lesen