Neue Zahlen

Extrem-Inflation – so teuer sind Tanken und Heizen

Die Inflation in Österreich ist im September auf 3,6 Prozent gestiegen. Besonders beim Tanken und Heizen müssen die Menschen mehr zahlen.
16.10.2026, 09:51
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Teuerungsschock ohne Ende! Die Inflation ist im September 2026 wieder kräftig gestiegen. Wie die neuesten Zahlen der Statistik Austria vom Freitag zeigen, lagen die Preise um durchschnittlich 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im August hatte die Teuerung noch 3,2 Prozent betragen.

Besonders hart trifft es derzeit alle, die auf ihr Auto angewiesen sind oder mit Öl heizen. Aber auch bei Gas, Mieten und einigen Lebensmitteln müssen die Österreicher tiefer in die Tasche greifen. Gleichzeitig gibt es überraschende Preisrückgänge, etwa bei Butter, Milch und Strom.

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Diesel um 42 Prozent teurer

Der größte Preisschock wartet derzeit an der Tankstelle. Diesel kostete im September um satte 42,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch Superbenzin verteuerte sich kräftig um 25,5 Prozent.

Noch dramatischer sieht es beim Heizöl aus. Hier schossen die Preise innerhalb eines Jahres um 63,1 Prozent in die Höhe. Wer sein Haus mit Öl heizt, bekommt die Teuerung damit besonders deutlich zu spüren.

Ohne die starken Preissteigerungen bei Treibstoffen und Heizöl würde die Inflation in Österreich derzeit nur 2,4 Prozent betragen.

Diese Produkte sind besonders teuer geworden

Ein genauer Blick auf die neuen Preisdaten zeigt, wo die Kosten innerhalb eines Jahres besonders stark gestiegen sind.

Auch Wohnen wird immer teurer

Nicht nur Autofahrer spüren die höheren Kosten. Auch das Wohnen belastet das Haushaltsbudget zunehmend.

Die Mieten sind im Jahresvergleich um durchschnittlich 4,1 Prozent gestiegen. Für Gas müssen Haushalte sogar um 11,8 Prozent mehr bezahlen. Fernwärme verteuerte sich um 5,1 Prozent.

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Bei Strom gibt es hingegen eine Entlastung. Die Preise lagen im September um 9,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dazu tragen unter anderem die niedrigere Elektrizitätsabgabe und Änderungen bei den Förderbeiträgen bei.

Gasthausbesuch kostet weiterhin mehr

Auch wer gerne auswärts isst, muss weiterhin mit höheren Kosten rechnen. Gastronomiedienstleistungen verteuerten sich im September um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Immerhin hat sich der Preisanstieg etwas abgeschwächt. Im August lag die Teuerung in der Gastronomie noch bei 4,7 Prozent.

Besonders interessant ist der Unterschied zwischen dem täglichen und dem wöchentlichen Einkauf. Der sogenannte Mikrowarenkorb, der typische tägliche Ausgaben wie Lebensmittel, Zeitungen oder einen Kaffee im Kaffeehaus umfasst, war im September sogar um 0,2 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor.

Anders sieht es beim Miniwarenkorb aus. Dieser bildet einen typischen Wocheneinkauf ab und berücksichtigt neben Lebensmitteln auch Dienstleistungen und Treibstoffe. Hier stiegen die Preise innerhalb eines Jahres um satte 6,0 Prozent. Damit liegt die Teuerung beim wöchentlichen Einkauf deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von 3,6 Prozent.

red, Akt. 16.10.2026, 10:34, 16.10.2026, 09:51