Während bei uns Frost, Schnee und Glatteis den Alltag bestimmen, brennt im australischen Sommer sprichwörtlich die Luft: Eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke sorgt im Südosten des Landes für verheerende Buschbrände.
Im Bundesstaat Victoria breiten sich die Flammen wegen Wind und Trockenheit rasend schnell aus. Laut Feuerwehr wüten aktuell rund 30 Brände - mehrere Ortschaften sind bedroht. Besonders betroffen ist die Kleinstadt Ruffy, rund zwei Stunden von Melbourne entfernt: Dort sollen mindestens 20 Häuser völlig niedergebrannt sein.
Dramatisch: In einem der Brandgebiete werden derzeit zwei Erwachsene und ein Kind vermisst. Die Behörden rufen Bewohner Dutzender Orte zur sofortigen Evakuierung auf. Notfallkoordinator Tim Wiebusch warnt eindringlich: "Wenn Sie jetzt nicht gehen, könnte das dazu führen, dass Sie Ihr Leben verlieren."
Der Chef der Feuerwehr, Jason Heffernan, spricht von einer "katastrophalen" Lage: Man müsse sich auf weitere Verluste einstellen. Für die Einsatzkräfte werde es ein "hektischer" Tag. Fakt ist: Für Australien sind derartige Feuer leider nichts Neues - doch die Intensität nimmt von Jahr zu Jahr zu.
Faktencheck - Klimakrise in Australien
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