Jammert nun über lange Dauer

Fake-Namen, offene Strafen! Flüchtling will Reisepass

Ein Flüchtling beantragte dreimal die österreichische Staatsbürgerschaft. Beim dritten Versuch beschwerte er sich sogar über die lange Wartezeit.
04.11.2026, 05:35
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Dreimal wollte er Österreicher werden, zumindest zweimal versuchte er es unter falschem Namen! Ein 38-jähriger Mann, der im Jahr 2000 als Flüchtling nach Österreich kam, sorgt in Niederösterreich für Aufruhr.

Wie aus einem Dokument der zuständigen Staatsbürgerschaftsbehörde hervorgeht, hatte der Mann – er kommt wahrscheinlich aus Armenien – bereits 2013 und 2018 unter einem anderen, falschen Namen versucht, den österreichischen Pass zu bekommen.

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Im März 2025 versuchte es der Mann erneut. Er stellte über die Bezirkshauptmannschaft Baden einen dritten Antrag – wieder unter einer anderen Identität. Sehr auffällig: Sein dabei verwendeter Vor- und Nachname stimmen jeweils mit dem Vornamen beziehungsweise Nachnamen von armenischen Politikern überein.

Zahlreiche Strafen, häufige Wohnsitzwechsel

Bei den Ermittlungen stießen die Beamten auf die früheren Identitäten und eine Vielzahl von Verwaltungsübertretungen.

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Zusätzlich erschwerten häufige Wohnsitzwechsel über Bezirks- und Bundesländergrenzen die Nachforschungen. Weil es in Österreich kein zentrales Verwaltungsstrafregister gibt, mussten die Behörden bei mehreren Sicherheitsdienststellen einzeln Auskünfte einholen.

Mann beschwerte sich über lange Wartezeit

Dem Möchtegern-Österreicher ging dieser Prozess viel zu langsam. Während die Behörden noch ermittelten, beschwerte sich der Antragsteller wegen der langen Verfahrensdauer bei der Volksanwaltschaft.

Die Nachforschungen beim letzten Staatsbürgerschafts-Antrag ergaben, dass er bereits zwei Mal davor angesucht hat.
Daniel Schreiner, zVg

Am 23. September 2026 wurde er schließlich über das Ergebnis der Ermittlungen informiert: Die zahlreichen Verwaltungsübertretungen standen einer Einbürgerung nach Ansicht der Behörde entgegen.

Der Mann nahm am 7. Oktober schriftlich Stellung, konnte die Bedenken allerdings nicht ausräumen. "Daher wurde der Antrag auf Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft mit Bescheid vom 16. Oktober 2026 abgewiesen", steht in der Entscheidung.

Martin Antauer (FPÖ): "Asyl ist keine Eintrittskarte für den rot-weiß-roten Pass."
Helmut Graf

FPÖ-Landesrat fordert strengere Regeln

Der Fall sorgt nun auch politisch für Kritik. Niederösterreichs FPÖ-Asyllandesrat Martin Antauer findet deutliche Worte: "Die österreichische Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut und sicherlich kein Geschenkartikel."

Antauer fordert strengere Regeln bei der Einbürgerung von Asylberechtigten: "Flüchtlinge sollen von der Staatsbürgerschaft gänzlich ausgeschlossen werden. Asyl ist Schutz auf Zeit und keine Eintrittskarte für den rot-weiß-roten Pass", so der Landesrat.

red, 04.11.2026, 05:35
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