ÖVP kontert FPÖ-Kritik

"Eigentor" – Streit um Austro-Pässe für Flüchtlinge

FPÖ-Landeshauptmann Kunasek warnt im "Heute"-Talk vor Einbürgerungen von Flüchtlingen. Die ÖVP reagiert: " Staatsbürgerschaften sind Ländersache."
Nicolas Kubrak
03.06.2026, 08:16
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) schlägt im "Heute"-Interview Alarm: "Es ist 5 nach 12, die Bundesregierung muss endlich aufwachen." Zahlreiche im Jahr 2015 Zugewanderte könnten nach zehn Jahren nun die österreichische Staatsbürgerschaft beantragen.

"Asyl bedeutet Schutz auf Zeit"

Kunasek sprach in dem Zusammenhang von einer "Legalisierung der illegalen Zuwanderung von 2015/2016." Der FP-Landeschef: "Es waren überforderte Politiker, die damals diese Fehlentscheidungen getroffen haben. Aber Asyl bedeutet lediglich Schutz auf Zeit." Er forderte die Bundesregierung dazu auf, Syrer nach dem Regimewechsel in ihr Heimatland zurückzuführen. "Es braucht Abschiebungen, in den letzten Jahren hat es hier viele Versäumnisse gegeben."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

ÖVP: "Faktenfreie Panikmache"

ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti zeigte sich von den Äußerungen des Landeshauptmanns überrascht: "Die Achse Kickl-Kunasek weiß offenbar nicht, was im Staatsbürgerschaftsgesetz steht. Die österreichische Staatsbürgerschaft ist und bleibt ein hohes Gut, das nur bei Erfüllung strenger Vorgaben und genauer Einzelprüfung vergeben wird", betonte er.

ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti: "Einbürgerungen sind Ländersache."
Denise Auer

Marchetti sprach in einer Aussendung von einer "faktenfreien Panikmache" seitens der FP-Führung. "Im Gesetz ist klar geregelt: Die Vergabe der Staatsbürgerschaft ist Sache der Länder", so Marchetti. Die Länder würden Verantwortung dafür tragen, dass Antragsteller die gesetzlichen Vorgaben auch erfüllen.

"Eigentor ohne Torwart"

"Wenn Kunasek einen syrischen Flüchtling, der kein Wort Deutsch spricht, zum österreichischen Staatsbürger macht, vollzieht er nicht das Gesetz – sondern er handelt dagegen. Das ist ein Eigentor ohne Torwart, Herr Landeshauptmann", sagte der ÖVP-General. Laut Marchetti habe die FPÖ in den letzten Jahren bei Verschärfungen im Asylrecht im Parlament dagegen gestimmt, so seine Kritik.

{title && {title} } nico, {title && {title} } Akt. 03.06.2026, 08:20, 03.06.2026, 08:16
Jetzt E-Paper lesen