Für Markus Unterholzer und seine Familie sollte mit dem schlüsselfertigen Holzriegelhaus in St. Georgen im Lavanttal ein neues Kapitel beginnen. 320.000 Euro hat der Kärntner bereits an den Bauunternehmer überwiesen. Doch sechs Monate nach dem Einzug sind noch immer Arbeiten offen. Deshalb hält Unterholzer eine Restzahlung von 80.000 Euro zurück.
Dann kommt ein weiteres Problem ans Licht: Ein fehlerhaft ausgeführter Wasseranschluss führt dazu, dass über Monate unbemerkt Wasser in den Bodenaufbau gelangt. Estrich, Dämmung und angrenzende Bauteile sind durchfeuchtet. Besonders brisant ist die Frage, ob auch die tragende Holzkonstruktion Schaden genommen hat.
Günther Nussbaum nimmt den Schaden genauer unter die Lupe. Mit Bauteilöffnungen und Feuchtigkeitsmessungen versucht der Sachverständige, das Ausmaß der Durchfeuchtung festzustellen.
Bereits in der Garage zeigt sich, dass das Problem größer sein könnte als zunächst angenommen. Hinter Platten und Verkleidungen entdeckt Nussbaum weitere feuchte Stellen. Auch im Hausinneren laufen Trocknungsgeräte auf Hochtouren.
Doch der Wasserschaden ist nicht das einzige Problem. Bei seiner Begehung stößt der Sachverständige auf weitere Ausführungsfehler an der Fassade, bei den Abdichtungen und an den Elektroinstallationen.
Besonders kritisch sind offenliegende elektrische Anschlüsse. Hier wird deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Für die Familie geht es damit nicht nur um die noch ausstehenden Bauarbeiten und die bereits überwiesenen 320.000 Euro, sondern auch um die Frage, welche Schäden im Haus tatsächlich entstanden sind.
Wie der Fall der Familie ausgeht, kann man am 25. Oktober auf Joyn und Puls 4 in der neuen Folge "Pfusch am Bau" ab 20:15 Uhr sehen.