Am Boden festbetoniert

Fast 50 Angeklagte! Massen-Prozess gegen Klima-Kleber

Die Klebeblockaden der Aktivisten sorgten monatelang für Aufregung: Zu den bisher 42 Angeklagten sind fünf weitere Personen hinzugekommen.
Newsdesk Heute
14.01.2026, 13:29
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Diese Gruppe spaltete Österreich. Die Aktionen der Klimakleber wurden zwar auch bejubelt, doch die meisten Österreicher reagierten zornig auf die Aktivisten, die Dutzende Male wichtige Straßen im ganzen Land blockierten.

Die ohnehin schon als Mammutverfahren anhängige Causa gegen zahlreiche Mitglieder der früheren "Letzten Generation" am Wiener Landesgericht nimmt an Dimension zu: Wie die APA erfuhr, sind zu den bisher 42 Personen, die sich heuer vor Gericht verantworten müssen, fünf weitere Angeklagte hinzugekommen.

"Es handelt sich um Fälle von anderen Gerichten, die abgetreten wurden und nun in diesem Verfahren gebündelt werden", sagte Gerichtssprecherin Christina Salzborn.

Kein fixierter Prozesstermin

Unklar sei, ob vor dem noch nicht fixierten Prozesstermin weitere Anklagen hinzukommen. Das Platzproblem rund um den Prozess wegen schwerer Sachbeschädigung sowie weiterer Anklagepunkte verschärft sich damit.

Dass der Prozess außerhalb des Landesgerichts über die Bühne geht, sei dennoch unwahrscheinlich. Auszuschließen sei "jedoch nichts", meinte Salzborn gegenüber der APA. Eine externe Verlegung des Prozesses sei bisher noch nicht zur Debatte gestanden.

Umbauarbeiten und logistische Herausforderungen

Der Große Schwurgerichtssaal des Grauen Hauses ist momentan wegen Umbauarbeiten außer Betrieb. Salzborn hatte zuletzt von "logistischen Herausforderungen" gesprochen.

Solche brachte zuletzt schon das laufende Verfahren aufgrund einer Massenschlägerei am Bahnhof Meidling im Sommer 2024 mit 24 Angeklagten mit sich, dass in drei Tranchen mit jeweils acht Beschuldigten durchgeführt wird.

Zahlreiche Beteiligte

Fast doppelt so viele Angeklagte, mehr als 20 geladene Zeugen, eine Staatsanwältin, eine Jugendrichterin, fünf Strafverteidiger sowie zahlreiche Medienvertreter nehmen am Prozess teil. Aktivisten hatten sich im November 2023 mit einer Sand-Superkleber-Mischung – sogenannten "Mumienhänden" – unter anderem auf dem Wiener Ring und auf der Südautobahn (A2) festbetoniert.

Die Ermittlungen wurden wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie schwerer Sachbeschädigung bekannt. Die Feuerwehr musste mehrere Protestierende von der Straße schremmen. Der Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung ist mittlerweile vom Tisch.

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