Schreckliche Tragödie am frühen Dienstagmorgen (13. Oktober) in der deutschen Stadt Bochum! In einem Wohnhaus im Stadtteil Riemke ist ein Feuer ausgebrochen. Feuerwehr und Polizei rückten mit zahlreichen Einsatzkräften an, doch für drei Menschen kam jede Hilfe zu spät. Sie konnten nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden.
Gegen 4.15 Uhr hatten Zeugen den Brand in einem Wohnhaus an der Poststraße gemeldet. Sofort wurden umfangreiche Rettungs- und Löscharbeiten eingeleitet. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.
Die Feuerwehr versuchte, alle betroffenen Personen aus dem brennenden Gebäude zu retten. Trotz des raschen Einsatzes konnten drei Menschen nicht mehr lebend geborgen werden. Auch nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, durchsuchten die Einsatzkräfte das Wohnhaus mehrfach. Damit sollte sichergestellt werden, dass sich niemand mehr im Gebäude befand.
Die Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften aus mehreren Stadtteilen im Einsatz. Unterstützt wurden die Berufsfeuerwehr und der Rettungsdienst von Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr sowie Rettungskräften aus umliegenden Städten.
Während der Löscharbeiten mussten zahlreiche Menschen betreut werden. Dafür wurde eigens ein Bus der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) angefordert. In dem Fahrzeug fanden rund 25 Personen vorübergehend Betreuung und Unterstützung. Auch eine Betreuungsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes und die Notfallseelsorge waren mit umfangreichen Kräften vor Ort.
Die dramatischen Ereignisse belasteten zudem die Einsatzkräfte. Noch direkt an der Brandstelle begann deshalb das Team für Psychosoziale Unterstützung (PSU) der Feuerwehr Bochum mit der Betreuung der Feuerwehrleute.
Inmitten des Großeinsatzes gelang den Feuerwehrleuten auch eine Tierrettung. Eine Katze konnte lebend aus dem brennenden Gebäude geholt werden. Das Tier wurde zunächst mit Sauerstoff versorgt und anschließend in tierärztliche Obhut übergeben. Ob die Katze bei dem Feuer weitere Verletzungen erlitten hatte, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Die Folgen des Brandes betreffen nicht nur das unmittelbar betroffene Wohnhaus. Aus Sicherheitsgründen mussten die Stadtwerke sowohl das Brandgebäude als auch benachbarte Häuser von der Energieversorgung trennen. Dadurch sind die betroffenen Gebäude derzeit nicht bewohnbar.
Eine Person wurde mithilfe des Sozialamtes vorübergehend untergebracht. Die übrigen Bewohner fanden bei Angehörigen und Freunden eine Unterkunft. Wann die Häuser wieder bezogen werden können, ist derzeit offen.
Gegen 8 Uhr konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Bereits in den Morgenstunden begab sich auch Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehrführung zum Brandort. Im weiteren Verlauf des Vormittags führte die Feuerwehr eine Brandnachschau durch.
Gleichzeitig begannen die weiteren Untersuchungen zur Brandursache. Die Polizei wird dabei unter anderem durch eine Drehleiter der Feuerwehr unterstützt.
Warum das Feuer ausgebrochen ist, steht bislang nicht fest. Auch zu den Identitäten der drei Todesopfer liegen in den übermittelten Informationen keine näheren Angaben vor.
Für die Löscharbeiten und die Rettungsmaßnahmen waren Einsatzkräfte aus den Feuer- und Rettungswachen Innenstadt, Wattenscheid und Werne sowie mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr ausgerückt.
Damit der Brandschutz im restlichen Stadtgebiet weiterhin gewährleistet blieb, besetzten zusätzliche Freiwillige die während des Großeinsatzes nicht verfügbaren Feuer- und Rettungswachen. Die Ermittlungen zur Ursache des tödlichen Wohnhausbrandes dauern an.