Schon fünf Tote

Hurrikan in Mexiko peitscht Wellen gegen Häuserfronten

Fünf Tote, fünf Vermisste: An Mexikos Pazifikküste schlagen gewaltige Wellen direkt gegen Häuser. Die Behörden haben Alarmstufe Rot ausgerufen.
13.10.2026, 16:31
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Gewaltige Wassermassen krachen gegen die Häuser direkt am Strand. Die Wellen schlagen gegen die unteren Stockwerke, meterhohe Gischt schießt an den Fassaden hoch.

Die Behörden haben wegen Hurrikan "Simon" die höchste Alarmstufe ausgerufen. Bewohner sollen ihre Häuser nur in dringenden Fällen verlassen, Strände sind gesperrt und die Schifffahrt wurde eingestellt.

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Häuser direkt an der Brandung

Dramatische Luftaufnahmen aus der mexikanischen Banderas-Bucht zeigen, wie gefährlich nahe der Pazifik den Gebäuden kommt. Wer sich unmittelbar an der Brandung aufhält, riskiert sein Leben. Teilweise kracht die Brandung direkt gegen Terrassen und Hauswände. An anderen Stellen reicht das aufgewühlte Meer bis an die Grundstücksgrenzen.

In der Gemeinde Bahía de Banderas im Bundesstaat Nayarit bleibt die Lage angespannt. Die Behörden haben 18 Notunterkünfte vorbereitet. Zahlreiche Geschäfte, Supermärkte und Einkaufszentren blieben geschlossen, auch nicht lebensnotwendige Aktivitäten wurden ausgesetzt.

Laut dem mexikanischen Wetterdienst wurde "Simon" zwischenzeitlich als Hurrikan der Kategorie 3 eingestuft. Der Sturm zog zunächst parallel zur Küste und erreichte das Festland nicht direkt. Dennoch sorgten seine Ausläufer für gefährliche Bedingungen entlang der Strände.

Zwei Kinder unter den Todesopfern

Die schweren Unwetter an Mexikos Pazifikküste haben bereits mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Besonders tragisch: Durch Tropensturm "Rachel" starben im Bundesstaat Baja California vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder.

Fünf weitere Menschen gelten als vermisst. 32 Personen mussten mit Hubschraubern aus den betroffenen Gebieten gerettet werden.

Auch im südlichen Bundesstaat Guerrero gab es ein Todesopfer. In der Stadt Chilpancingo kam ein 71-jähriger Mann beim Einsturz einer Mauer ums Leben.

Hurrikan steuert auf Küste zu

Entwarnung gibt es vorerst nicht. Laut Prognosen des US-Hurrikanzentrums NHC könnte "Simon" wieder auf die mexikanische Küste zusteuern und bei Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa als Hurrikan der Kategorie eins auf Land treffen.

Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau. Das Wetterphänomen "El Niño" begünstigt in dieser Saison besonders viele und starke Wirbelstürme im Pazifik, während die Hurrikansaison im Atlantik vergleichsweise ruhig verläuft.

Für die Bewohner entlang der mexikanischen Pazifikküste bleibt die Gefahr damit bestehen. Besonders dort, wo Häuser unmittelbar am Meer stehen, zeigen die gewaltigen Wellen, wie schnell ein vermeintliches Strandparadies zur Gefahrenzone werden kann.

NW, 13.10.2026, 16:31