In der Grazer Innenstadt (Sporgasse, Hofgasse und Herrengasse) gerieten am Mittwoch zwischen 20.00 und 21.45 Uhr vier Mistkübel in Brand. Die Mistkübel befanden sich in einem Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses sowie in Innenhöfen. Dabei wurden Innenräume sowie die Hausmauern stark beschädigt.
Die Grazer Berufsfeuerwehr, im Einsatz mit etwa 26 Kräften und sechs Fahrzeugen, konnte die Brände löschen. Der dadurch entstandene Schaden kann derzeit nicht beziffert werden. Zudem wurden mutwillig vier Brandmelder, unter anderem in einer Tiefgarage, eingeschlagen und somit ein Fehlalarm ausgelöst.
Aufgrund einer Videoaufzeichnung konnte ein 30-jähriger Tatverdächtiger aus dem Bezirk Lilienfeld (Niederösterreich) in unmittelbarer Nähe angetroffen werden. Wegen seines gesundheitlichen Zustandes wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein mit ihm durchgeführter Alkotest verlief positiv.
Bei seiner Erstbefragung zeigte er sich geständig. Als Motiv gab er dabei an, dass er seit seiner Kindheit bei der freiwilligen Feuerwehr tätig war und ihn Feuer faszinieren würde. Bei der Beschuldigtenvernehmung verweigerte er jegliche Auskunft.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wird der Tatverdächtige in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Tatverdächtige erst Ende Juli 2026 wegen einschlägiger Delikte aus der Haft entlassen wurde.