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FIA will Kandidatur verhindern – Pilotin klagt jetzt

Die Schweizerin Laura Villars will als erste Frau FIA-Präsidentin werden, jetzt geht sie rechtlich gegen den Motorsport-Verband vor.
Sport Heute
01.11.2025, 09:26
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Laura Villars kandidiert als erste Frau für das Präsidium des Motorsport-Weltverbandes FIA. Weil die Schweizerin nicht einverstanden ist mit den geltenden Regeln, hat die Genferin nun die FIA vor einem französischen Gericht verklagt. Ihrer Ansicht nach ist es nicht möglich, in einer Gegenkandidatur gegen den amtierenden Präsidenten Mohamed bin Sulayem anzutreten.

Villars zog vor das Pariser "Tribunal de grande instance", um die für den 12. Dezember in Usbekistan angesetzte Wahl stoppen zu lassen – zumindest so lange, bis das Gericht in der Hauptsache entschieden hat. Die erste Anhörung steht am 10. November an.

Ecclestone-Ehefrau als Zünglein an der Waage

Die FIA verlangt von allen Bewerbern bis spätestens am 24. Oktober eine sogenannte Präsidentenliste, auf der zehn unterstützende Personen aufgeführt werden müssen. Unter anderem müssen sieben Vizepräsidenten für Sport enthalten sein, wobei alle sechs globalen Motorsport-Regionen durch mindestens eine Kandidatur vertreten sein müssen.

Ein weiteres Auswahlkriterium besagt, dass alle Personen auf dieser Liste spätestens bis zum 19. September offiziell als Kandidaten für den Motorsport-Weltrat (WMSC) nominiert worden sein müssen. In der Region Südamerika hat jedoch ausschließlich die Brasilianerin Fabiana Flosi, Ehefrau des ehemaligen Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone, ihre Kandidatur eingereicht. Die 48-Jährige ist bereits auf der Präsidentenliste des aktuellen Bosses bin Sulayem.

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"Handle nicht gegen die FIA, sondern für sie"

In ihrer Klage wirft die Villars der FIA eine "Verletzung des demokratischen Prinzips und des Vereinspluralismus" vor. Mehrfach habe sie vergeblich versucht, über interne Demokratie und faire Wahlregeln ins Gespräch zu kommen.

"Ich handle nicht gegen die FIA, sondern für sie. Demokratie ist keine Bedrohung, sondern ihre Stärke", betont die 28-jährige Unternehmerin und Rennfahrerin, die im September ihre Kandidatur verkündete. Ihr Ziel: die traditionsreiche Organisation mit neuen Impulsen für Jugendliche und Frauen zu beleben.

Erster Kandidat macht nicht mehr mit

Bereits vor zwei Wochen äußerte mit Tim Mayer ein weiterer Kandidat harsche Kritik am Vorgehen der FIA. Der Amerikaner sprach vom "Ende der Demokratie" innerhalb der FIA: "Wenn Wahlen vor dem Einreichen der Wahlzettel schon entschieden sind, ist das keine Demokratie, sondern eine Illusion von Demokratie", sagte der Amerikaner am Rande des GP von Austin.

Mayer zog seine Kandidatur zurück, ob die anderen Kandidaten den gleichen Schritt machen, ist noch offen. Bei der FIA sieht man in den Wahl-Bedingungen kein Problem. Es sei ein "strukturierter und demokratischer Prozess" und die geltenden Bedingungen zur regionalen Repräsentation der Vizepräsidenten seien nicht neu und bereits bei früheren Wahlen angewendet worden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 01.11.2025, 09:57, 01.11.2025, 09:26
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