Besonders bitter: Den Urus fehlte nur ein einziger Treffer zum Aufstieg. Denn zeitgleich feierte Südkorea einen 2:1-Erfolg gegen die bereits fix aufgestiegenen Portugiesen, schob sich mit der Tordifferenz von 4:4 auf den zweiten Rang der Gruppe G, Uruguay hielt ebenso bei vier Zählern und einer Tordifferenz von 2:2. Damit hätte ein weiterer Treffer zum Aufstieg gereicht.
Doch den gab es nicht, auch weil es nach einem Laufduell zwischen Ghanas Alidu Seidu und Uruguay-Star-Angreifer Edinson Cavani in der 93. Minute keinen Elfmeter gab. Der Angreifer ging zu Boden, trotzdem ließ Schiedsrichter Daniel Siebert weiterspielen, wurde auch nicht vom Video-Referee überstimmt.
Das löste nach dem Schlusspfiff heftige Proteste der Südamerikaner aus. Cavani und Abwehrspieler Jose Maria Gimenez umringten den deutschen Unparteiischen auf dem Weg in die Kabine, sahen für ihre energischen Proteste noch die gelbe Karte. Allerdings könnten die Proteste für den beinharten Uruguay-Abwehrspieler Gimenez noch ein Nachspiel haben, berichtet jedenfalls "Mondo Deportivo". Dem Kicker in Diensten von Atletico Madrid droht nämlich eine Sperre von bis zu 15 Spielen.
Gimenez beleidigte nicht nur das deutsche Schiedsrichtergespann, sondern traf auch beim Versuch, zu Siebert vorzudringen, einen FIFA-Offiziellen mit dem Ellbogen am Kopf. Das belegen auch TV-Bilder. Allein die Beleidigung könnte dem Uruguayer schon eine Sperre von drei Spielen einbringen, der Ellbogenschlag diese Sperre noch verlängern. Dafür müsste Siebert den Ellbogenschlag allerdings in seinem Schiedsrichterbericht vermerkt oder einen Sonderbericht angefertigt haben.
Nun ist die FIFA am Wort.