Wahlkampfschluss in St. Pölten

Finale im NEOS-Wahlkampf mit Feuer und Flamme

Zum feurigen Abschluss ihres Wahlkampfs setzten die NEOS in St. Pölten auf Symbolik und Kritik an Schulden und Infrastruktur.
Victoria Carina  Frühwirth
23.01.2026, 13:43
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Musik, Gespräche und knallpinke Luftballons: Mit einer letzten Aktion zum Stimmenfang im Stadtzentrum haben die NEOS Freitagmittag ihren Wahlkampf in St. Pölten beendet. Der Zug führte von der Landesparteizentrale über den Rathausplatz bis zum Herrenplatz. Während Tee und Punschkrapferl verteilt wurden, stand die Forderung nach Reformen im Mittelpunkt.

Die Wahl der 42 Gemeinderäte in St. Pölten findet am Sonntag, dem 25. Jänner 2026 statt. Derzeit regieren die Sozialdemokraten mit der Absoluten in der Landeshauptstadt. "Heute" berichtet vor Ort, erste Ergebnisse sollen um 19 Uhr eintreffen.

Ziel: Sparen, wo es keinem wehtut

NEOS-Spitzenkandidat Bernd Pinzer zeichnete ein kritisches Bild der Stadt. "St. Pölten braucht endlich Mut zur Veränderung. An einer Lösung kann nur jemand arbeiten, der das Problem erkennt – und davon hat St. Pölten einige", sagte er. Er verwies auf fehlende Kinderbetreuungsplätze, Leerstand, Defizite im öffentlichen Verkehr und die finanziell prekäre Situation der Stadt. "Und über alledem ein Schuldenberg von 170 Millionen Euro, der unsere Zukunft belastet", so Pinzer.

Für die kommenden Jahre kündigte er an, den Fokus auf die Finanzen legen zu wollen. "Wir sanieren die Finanzen und sparen dort, wo es niemandem weh tut – zum Beispiel im politischen Apparat. Damit schaffen wir Spielraum für Investitionen, die den Alltag der Menschen verbessern: Für Familien, Betriebe und alle, die hier leben", erklärte er.

NEOS-Wahlkampf mit Hammer, Mikrofon und Feuer

Der Wahlkampf der NEOS war in den vergangenen Wochen stark von Symbolaktionen geprägt. Zum Auftakt zerlegte Pinzer mit einem Hammer symbolisch den Schuldenberg der Stadt, um Einsparungen zu fordern. Wenige Tage später stand er bei einem Benefizkonzert mit seiner Band auf der Bühne, um Spenden für Notschlafstellen zu sammeln.

Bei der Aktion unterstützten Pinzer seine Parteikollegen Felix Eypeltauer (Landessprecher NEOS OÖ), NAbg. Gertraud Auinger-Oberzaucher, Claudia Gamon (Landessprecherin NEOS Vbg), Generalsekretär Douglas Hoyos, NÖ-Landesparteivorsitzende Indra Collini und Niko Swatek (Landessprecher NEOS Stmk).

NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos sprach zum Wahlkampfabschluss von einem notwendigen Reformprozess. "Der Wahlkampf ist zwar beendet. Er ist aber kein Schlussstrich, sondern muss der Auftakt für spürbare Reformen in den nächsten fünf Jahren sein", sagte er. Die steigende Verschuldung treffe letztlich die Bevölkerung im Alltag.

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