Die finnische Inselgruppe Turku-Archipel bewirbt sich als bestriechendster Ort der Welt – und um dies zu beweisen, sucht die Tourismusorganisation "Visit Turku" jetzt eine besonders feine Nase. Wer sich bewirbt, soll in fünf bis sieben Tagen durch die Inselwelt im Südwesten Finnlands reisen und die verschiedenen Düfte der Region beurteilen – von Meeresluft über Kiefernwälder bis hin zu Saunen.
"Wir glauben, dass das Turku-Archipel das am besten duftende Reiseziel der Welt ist", erklärt die Tourismusorganisation. "Eine solche Behauptung braucht Beweise; unsere eigenen Nasen sind hoffnungslos voreingenommen. Deshalb stellen wir eine Person ein, die es nicht ist." Deshalb wurde das ungewöhnliche Jobangebot mit befristetem Arbeitsvertrag ausgeschrieben.
Die Aufgabe besteht darin, im Mai oder Juni 2027 durch das Archipel zu reisen, Düfte zu beschreiben und zu analysieren – so, dass andere Menschen Lust bekommen, diese auch zu erleben. Zusätzlich müssen Fotos und Videos gemacht werden, die über die Social-Media-Kanäle von Visit Turku Archipelago verbreitet werden.
Für die Tätigkeit gibt es einen Bruttolohn von 2.000 Euro, dazu eine gesetzlich vorgeschriebene Ferienentschädigung. Reise- und Unterkunftskosten werden übernommen, die Bedingungen sind nicht verhandelbar. Interessierte müssen ein Bewerbungsformular ausfüllen und ein Video auf Instagram oder TikTok veröffentlichen, in dem sie an einem Gegenstand riechen und diesen beschreiben. Das Video ist mit @saaristo_finland und dem Hashtag #SaaristoNoseJob zu versehen.
Besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig: "Du brauchst kein Diplom einer Parfümschule. Du brauchst eine Nase für die schönen Dinge des Lebens, den Mut, sie dorthin zu stecken, wo andere es noch nicht getan haben, und das Selbstvertrauen, vor der Kamera darüber zu sprechen", heißt es in der Ausschreibung.
Bewerberinnen und Bewerber müssen volljährig sein, das Recht haben, in Finnland zu arbeiten, und ihr eigenes Video-Equipment mitbringen. Die Entscheidung fällt am 10. November, es gibt keine Vorstellungsgespräche – ausschlaggebend sind das Video und das Bewerbungsformular.