Fit werden im Liegen? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein – und doch genau damit wirbt Österreichs erster Hypershape Club. Mithilfe modernster Technologie soll das neuartige Konzept Muskelaufbau, Fitness und Regeneration effektiv unterstützen. "Heute" hat das innovative Training unter die Lupe genommen und getestet, ob es wirklich hält, was es verspricht.
"Was darf’s denn sein – Bauch, Beine, Po?" Mit dieser freundlichen Frage wird man beim Betreten des Studios am Franz-Josefs-Kai 41 (Innere Stadt) empfangen. Kurz darauf geht es auch schon in eine der insgesamt sechs Kabinen. Auf den ersten Blick erinnern die Liegen und elektronischen Geräte dort jedoch kaum an klassisches Fitnesstraining – aktiver Sport sieht definitiv anders aus.
"Wir nutzen modernste Magnetfeld Impuls-Technologie. Dabei wird nicht nur die Tiefenmuskulatur, sondern der ganze Muskel mit nahezu 100 Prozent beansprucht", erklären die beiden Gründer Marcel Weymann und Konstantin Graf, die die Technologie aus den USA nach Österreich gebracht haben.
Umziehen? Schwitzen? Muskelkater? Fehlanzeige. Körperliche Anstrengung ist hier nicht nötig – und doch werden in nur 20 Minuten gezielt Bauch, Po, Beine oder Arme trainiert. Möglich macht das moderne Technologie: Zunächst wird ein spezieller Gürtel angelegt, anschließend kommt das Gerät an der gewünschten Körperstelle zum Einsatz. Zur Auswahl stehen drei Programme: Muskelaufbau, Muskelkraft oder Definition.
Dann geht es los – die ersten Kontraktionen setzen ein. Das Gefühl? Ungewohnt und leicht unangenehm, aber durchaus auszuhalten. Eines ist sofort spürbar: Die Muskeln arbeiten. "In einer einzigen Session werden rund 20.000 Kontraktionen in der jeweiligen Muskelgruppe ausgelöst", erklärt Studioleiterin Lea Ahlvers. Das entspreche der Belastung durch tausende Sit-ups oder Kniebeugen. Die intensive Muskelaktivität kurbelt zusätzlich den Stoffwechsel an.
"Ausdauer- und Cardiotraining oder Stretching ist natürlich wichtig und kann diese Methode nicht ersetzen", stellt die Studioleiterin klar. Geht es jedoch um Muskelaufbau und Definition, verspricht das Konzept vergleichbare – wenn nicht sogar bessere – Ergebnisse als herkömmliches Krafttraining im Fitnessstudio. Der Grund: Die Muskulatur wird gezielt und besonders intensiv angesprochen, was die Trainingseffekte deutlich verstärken soll.
Gerade Menschen, die aufgrund von Zeitmangel oder körperlichen Einschränkungen bisher keine Möglichkeit hatten, ihre Muskulatur gezielt zu trainieren, spricht diese Methode an. Aber auch Sport-Enthusiasten oder Profis nutzen die Magnetfeld-Impuls-Therapie zur Trainingsvorbereitung und -nachbearbeitung.
Grundsätzlich ist das Training für nahezu jede Person geeignet. Vorsicht ist jedoch bei bestimmten medizinischen Voraussetzungen geboten: Frauen mit Spirale sowie Menschen mit chirurgischen oder Osteosynthese-Schrauben sollten auf die Anwendung verzichten. Auch der Brustbereich und der obere Rücken bleiben von der Behandlung ausgeschlossen.
Wer nach der 20-minütigen Session noch nicht genug hat, kann in der sogenannten Recovery-Zone anschließend entspannen. Dort unterstützt eine maschinelle Lymphdrainage den Abbau von Schadstoffen und Wassereinlagerungen, während Lichttherapie das Hautbild verbessert. Ein Hyper-Massage-Stuhl löst Verspannungen – und mit der in Wien erstmals angebotenen "Bewei Body Radiofrequenz-Technologie" sollen Hautstraffung, Zellerneuerung und Körperkonturierung gezielt gefördert werden.
Der "Hypershaping & Recovery Club" macht seinem Namen also alle Ehre – hat allerdings auch seinen Preis: Zwei Sessions pro Monat kosten rund 80 Euro, bei einer Mindestvertragslaufzeit von sechs Monaten. Wer sich nicht langfristig binden möchte, zahlt für ein Paket von fünf Einzelsessions einmalig 299 Euro.