Tierischer Angriff

"Wollte witzig sein" - Betrunkener würgt Hotel-Flamingo

Nach einem Angriff auf einen Flamingo in einem US-Hotel steht ein Kanadier wegen Tierquälerei vor Gericht. Das Urteil wird im Dezember erwartet.
20.10.2026, 14:39
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Der Flamingo hat laut Zeugen laut gekreischt, als Fairbarn ihn am 3. März im vier Hektar großen Wildtiergehege des "Flamingo Hotels" gepackt hat. In diesem Gehege leben nicht nur chilenische Flamingos, sondern auch andere Vögel, Schildkröten und Fische. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Kanadier das Tier am Hals festhält und über das Gelände schleppt. Auch im Lift des Hotels und auf einem Gang wurde Fairbarn gefilmt. Wie NTV berichtet, fanden die Ermittler später Federn des Flamingos sowohl auf dem Flur als auch im Zimmer von Fairbarn.

Laut Polizeibericht fehlten dem Flamingo sieben bis acht Federn, außerdem hatte das Tier Blutspuren im Gefieder und Verletzungen an den Flügeln. Die Sicherheitsleute des Hotels bemerkten rasch, dass ein Vogel fehlt, und verständigten sofort die Polizei. Die Beamten konnten Fairbarn schließlich in den frühen Morgenstunden festnehmen.

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Fairbarn gab vor Gericht an, dass es nur zur Tat gekommen sei, weil er an dem Tag "30 bis 40 Bier" getrunken habe. Sein Verteidiger betonte, das Verhalten seines Mandanten sei "dumm" gewesen und "durch Trunkenheit bedingt". Anwalt Tomsheck erklärte weiter: "Die Wahrheit ist, Mitch war betrunken. Mitch war dumm. Er hat schlechte Entscheidungen getroffen."

Dem Flamingo geht es laut Tierärztin Tiffany Moore inzwischen körperlich besser, aber er sei bei Behandlungen noch immer "ängstlicher und nervöser" als zuvor.

Vor Gericht zeigte sich Fairbarn laut übereinstimmenden Medienberichten wortkarg und ohne große Emotionen. Zu seiner Motivation sagte er nur: "Ich dachte, es wäre etwas, worüber wir den Rest unseres Lebens Witze machen könnten. Ich dachte damals, es wäre lustig." Der Angeklagte plädierte auf nicht schuldig.

Jetzt drohen Fairbarn bis zu 4,5 Jahre Haft. Das Urteil soll am 1. Dezember verkündet werden. Bis dahin steht der Tierquäler in den USA unter Hausarrest. Nach dem Vorfall musste Fairbarn seinen Reisepass abgeben und durfte nach dem Tod seines Vaters nicht zur Trauerfeier nach Kanada reisen. Staatsanwältin Haley Willming meint dazu: "Nichts davon wäre passiert, wenn er nicht so gehandelt und diese Entscheidungen nicht getroffen hätte."

Tierrechtsaktivist John Waudby aus Nevada sagt: "Ich hoffe, dies sendet eine Botschaft an alle anderen, die es wagen, sich mit unseren Tieren anzulegen. Das werdet ihr hier nicht tun." Er ist überzeugt, dass in diesem Fall Gerechtigkeit geübt wird.

red, 20.10.2026, 14:39
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