Es hätte der Moment der Aufklärung werden sollen. Doch was Mette-Marit im Interview über ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein sagte, oder eben nicht sagte, sorgt für neue Irritationen.
Denn immer dann, wenn es konkret wurde, wich die Kronprinzessin aus.
Besonders brisant: Mette-Marit hatte 2011 selbst angegeben, Jeffrey Epstein gegoogelt zu haben. In einer Mail schrieb sie damals, das Ergebnis habe "nicht gut ausgesehen".
Im Interview nun ihre Erklärung: Sie könne sich nicht erinnern, was sie damals gelesen habe. Eine Aussage, die viele Beobachter ratlos zurücklässt.
Auch eine zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Über wen lernte sie Epstein überhaupt kennen? Darauf wollte Mette-Marit nicht eingehen. Das sei "zu privat".
Die veröffentlichten E-Mails zeigen einen auffallend vertrauten, teils flirtenden Ton zwischen ihr und Jeffrey Epstein.
Doch statt einer klaren Einordnung: Ausweichmanöver. Sie wirkte, als wolle sie die Frage nicht wirklich verstehen. Oder nicht beantworten.
Auch ihr Aufenthalt in Epsteins Haus in Palm Beach wirft Fragen auf.
Dort will Mette-Marit keine Auffälligkeiten bemerkt haben.
Angesichts der inzwischen bekannten Details über das Anwesen fällt es vielen schwer, das nachzuvollziehen.
Besonders unangenehm dürfte ihr eine andere Nachricht gewesen sein: In einer Mail bezeichnete sie eine royale Hochzeit als "langweilig".
Im Interview dazu: Sie habe keine Lust, auf einzelne Mails einzugehen.
Am Ende bleibt ein Interview, das die Erwartungen nicht erfüllt.
Statt Klarheit herrscht weiterhin Unsicherheit.