Das norwegische Königshaus befindet sich in einer schweren Krise. Der Fokus liegt derzeit auf Marius Borg Høiby, der wegen schwerer Vorwürfe, darunter Vergewaltigung, in Oslo vor Gericht steht. Doch die Aufmerksamkeit richtet sich nun auch auf seine Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit.
Recherchen der norwegischen Medien, unter anderem von "VG", offenbaren E-Mail-Korrespondenzen zwischen der Kronprinzessin und Jeffrey Epstein (†66). Die Nachrichten belegen einen auffallend vertrauten Austausch, teilweise beinahe freundschaftlich oder flirty. Besonders brisant: Mette-Marit stand offenbar in engem Kontakt mit Epstein, obwohl dessen kriminelle Vergangenheit bereits öffentlich bekannt war.
Epstein-Überlebende reagieren scharf. Marina Lacerda (37), eine von Epsteins Opfern, äußerte sich im norwegischen Fernsehen (NRK1) zu den E-Mails: "Eine Entschuldigung wäre schön gewesen. Dass sie die Wahrheit zugibt und sich entschuldigt – auch gegenüber den Opfern." Lacerda kritisierte zudem, dass Mette-Marit nach Epsteins Verurteilung weiterhin Kontakt zu ihm gehalten haben soll. "Es hätte auch ihr eigenes Kind sein können", betonte sie.
Mette-Marit reagierte mit einer erneuten Stellungnahme: "Ich bin zutiefst erschüttert von den Geschichten der vielen Opfer von Epstein und stehe voll und ganz hinter ihnen. Jeffrey Epstein trägt die Verantwortung für seine Taten. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich seinen Hintergrund nicht gründlicher geprüft und nicht schnell genug erkannt habe, was für ein Mensch er war. Das bedaure ich zutiefst."
Bereits Anfang Februar hatte die Kronprinzessin sich öffentlich von Epsteins Verbrechen distanziert und die "Situation, in die ich das Königshaus gebracht habe" bedauert. Eine direkte Ansprache an die Opfer war damals jedoch ausgeblieben. Der Hof kündigte nun an, dass Mette-Marit "ausführlicher" über ihre Kontakte zu Epstein berichten werde. Ein genauer Zeitpunkt und die Form dieser Erklärung stehen noch nicht fest.