Viele Fragen noch offen

Flugschule äußert sich nach Attersee-Absturz

Nach dem tödlichen Absturz eines Schulungsflugzeugs am Attersee gibt die Salzburger Flugschule erstmals umfassend Auskunft über den Vorfall.
Oberösterreich Heute
11.09.2026, 18:16
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Rund zwei Wochen nach dem tragischen Flugzeugabsturz am Attersee hat die Skygate Aviation Academy aus Wals erstmals ausführlich Stellung genommen.

Bei dem Unfall am 26. August 2026 kamen der Fluglehrer Benedikt K. und die Flugschülerin Fiona H. ums Leben – "Heute" hat berichtet. Die Flugschule äußert sich nun zum Ausbildungsstand, zur Wartung und zum Ablauf des Unglücksflugs.

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Erfahrung und Ablauf des Unglücksflugs

Laut Angaben der Flugschule hatte Fluglehrer Benedikt K. seine gesamte Ausbildung im eigenen Haus absolviert und verfügte über mehr als 300 Stunden Praxis als Fluglehrer sowie ein spezielles Sicherheitstraining. Flugschülerin Fiona H. hatte die theoretische Ausbildung, die Funksprechprüfung und das Simulatortraining bestanden.

Der Flug am Unglückstag sollte ein 30- bis 45-minütiger Erstflug ins Salzkammergut werden. Wie "Salzburg24" berichtet, war das verunglückte Flugzeug erst vor wenigen Wochen einer Jahreswartung unterzogen worden. Unmittelbar vor dem Unfall wurde zudem eine 100-Stunden-Kontrolle von einem lizenzierten Wartungsbetrieb durchgeführt.

Die Maschine erfüllte laut Flugschule sämtliche rechtlichen und technischen Voraussetzungen. Die Wetterbedingungen am Unfalltag seien ideal gewesen, es habe gute Sicht geherrscht, und es habe keine Anzeichen für Unwetter oder Blitzeinschläge gegeben.

Fragen zum Unfallhergang bleiben offen

Aus den Aufzeichnungen und dem Zustand der Wrackteile lasse sich laut Skygate Academy ausschließen, dass eine strukturelle Beschädigung, eine Kollision oder eine Explosion zum Absturz geführt haben. Auch ein Sauerstoffmangel sei aufgrund der geringen Flughöhe nicht möglich gewesen.

Trotz der erfüllten Auflagen bleibt die genaue Unfallursache weiterhin ungeklärt.

Die Verantwortlichen der Flugschule fragen sich insbesondere, warum kein Notruf abgesetzt wurde und ob eine Notlandung im Gelände möglich gewesen wäre.

Zudem stehen Untersuchungen zu einer möglichen Kohlenmonoxidvergiftung noch aus. Die toxikologischen Analysen könnten laut Christoph Weber, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels, noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Eine Obduktion hatte bereits ergeben, dass die beiden Verunglückten nicht ertrunken, sondern beim Aufprall ums Leben gekommen sind. Die endgültige Klärung der Unfallursache liegt nun bei der Flugunfalluntersuchungsstelle und den behördlichen Sachverständigen.

red,11.09.2026, 18:16