Im Sonnensystem gibt es wieder Zuwachs: Gleich 15 neue Monde wurden bei Jupiter und Saturn entdeckt. Das gab das Minor Planet Center in Cambridge, Massachusetts, am 16. März bekannt. Vier der neuen Trabanten kreisen um Jupiter, elf um den Ringplaneten Saturn.
Damit wächst die bekannte Mond-Familie deutlich an. Jupiter kommt nun auf 101 bestätigte Monde, Saturn sogar auf beeindruckende 285. Doch bei den Neuzugängen handelt es sich laut "Spektrum.de" nicht um große Brocken, sondern um winzige Himmelskörper mit nur wenigen Kilometern Durchmesser.
Die Mondzwerge ziehen ihre Bahnen in großem Abstand um ihre Planeten – oft auf stark elliptischen Umläufen. Manche bewegen sich sogar entgegen der Rotationsrichtung ihres Planeten.
Ein Blick auf Details zeigt, wie extrem die Umläufe sind: Ein neuer Jupitermond braucht rund 240 Tage für eine Runde – bei über 11 Millionen Kilometern Abstand.
Ein Saturnmond ist noch gemächlicher unterwegs: Er benötigt fast vier Jahre für einen Umlauf und bewegt sich dabei sogar entgegen der Rotationsrichtung seines Planeten.
Spannend: Einige der neuen Monde wurden bereits vor Jahren erstmals gesichtet. So stammen zwei Jupitermonde aus Beobachtungen aus 2011, konnten aber erst jetzt durch weitere Beobachtungen eindeutig bestätigt werden.
Auch bei den Saturn-Trabanten dauerte es mehrere Jahre und zusätzliche Messungen, bis die Entdeckungen offiziell anerkannt wurden.
Noch tragen die Himmelskörper nur technische Namen wie S/2011 J 4 oder S/2020 S 45. Erst später sollen sie mythologische Bezeichnungen bekommen.