Stadtrechnungshof enthüllt es

FP: 1 Milliarde Euro für Asyl-Mindestsicherung bezahlt

Die Ausgaben für die Mindestsicherung von Asylwerbern und subsidiär Schutzberechtigten explodierten – die Wiener FPÖ schäumt.
Wien Heute
08.01.2026, 15:18
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Was der aktuelle Bericht des Stadtrechnungshofs aufzeigt, sorgt für heftige Kritik: Die Stadt Wien gab rund eine Milliarde Euro pro Jahr nur für die Mindestsicherung von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten aus. Das bedeutet einen massiven Anstieg seit dem Jahr 2015.

Subsidiär Schutzberechtigte

Besonders stark gestiegen sind die Kosten bei subsidiär Schutzberechtigten: Diese Gruppe erhielt in Wien ab dem ersten Tag des Aufenthaltstitels vollen Zugang zur Mindestsicherung – anders als in den meisten anderen Bundesländern. Die Kosten haben sich seit 2015 um 360 Prozent erhöht und lagen zuletzt bei rund 180 Millionen Euro jährlich. Damit ist es aber nun vorbei.

800 Millionen für Asylwerber

Auch die Ausgaben für Asylberechtigte schossen in die Höhe: 2024 wurden über 800 Millionen Euro ausgegeben, kritisiert die FPÖ. Ein weiteres Problem: Wien übererfüllt als einziges Bundesland seine Grundversorgungsquote – mit einem Stand von 209 Prozent per Ende 2024. Die Folge: Immer mehr Menschen mit Schutzstatus drängen nach Wien, wodurch sich die Kosten weiter steigern.

Dazu kommen rund 1.500 Personen, für die Wien alle Kosten zu 100 Prozent selbst trägt, weil der Bund sich aus der Finanzierung zurückzieht – etwa bei bestimmten humanitären Fällen oder Geflüchteten, die aus anderen Bundesländern nach Wien übersiedeln.

Keine Kontonachweise

Laut Stadtrechnungshof verzichtet der Fonds Soziales Wien bei Neuanträgen auf Kontonachweise, es fehlen automatisierte Abfragen im Melderegister und eine wirksame Überprüfung der Arbeitsbereitschaft findet kaum statt.

Stadt regelt Sozialhilfe neu

Die Mindestsicherung wurde aber bereits auf neue Beine gestellt. Betroffen sind unter anderem subsidiär Schutzberechtigte, die seit 1. Jänner 2026 keinen Anspruch mehr auf die Leistungen der Mindestsicherung haben – und in die Grundversorgung des Bundes fallen.

Mindestsicherung für Staatsbürger

Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp übt dennoch scharfe Kritik: "Der Stadtrechnungshof bestätigt schwarz auf weiß: Bürgermeister Ludwig hat Wien zum weltweiten Sozialmagneten umgebaut und verbrennt mittlerweile eine Milliarde Euro pro Jahr allein für die Mindestsicherung von Migranten. Die Mindestsicherung muss zwingend an die Staatsbürgerschaft gekoppelt werden, Sachleistungen müssen Bargeld ersetzen und der Sozialtourismus nach Wien muss durch eine strenge Wohnsitzbeschränkung sofort gestoppt werden!"

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.01.2026, 15:29, 08.01.2026, 15:18
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