1. "Heute"-Blitzumfrage

FPÖ bei 37 Prozent – aber so liegt SPÖ mit Marterbauer

Die FPÖ und dann lange nichts – so kann man das Ergebnis der Sonntagsfrage zusammenfassen. "Heute" hat nun erstmals die Marterbauer-SPÖ abgefragt.
Clemens Oistric
10.10.2026, 06:00
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In Österreichs Innenpolitik – und der SPÖ im Speziellen – ist derzeit einiges im Fluss. Mit entsprechender Vorsicht ist auch das Ergebnis der "Heute"-Sonntagsfrage einzuschätzen, die Aufschluss über das aktuelle Kräfteverhältnis in der Parteienlandschaft gibt.

"Heute" hat erste Blitzumfrage mit Marterbauer

In einer ersten Blitz-Umfrage (Onlinebefragung, Sample: 500, Schwankungsbreite ±4,4 Prozent) hat "Heute" die krisengebeutelte SPÖ erstmals mit Markus Marterbauer als Spitzenkandidat abgetestet. "Die Online-Stichprobe von 500 Befragten und die damit verbundene große Schwankungsbreite erfordern eine vorsichtige Interpretation der Ergebnisse", gibt Meinungsforscher Peter Hajek zu bedenken.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Darüber hinaus hat sich der Finanzminister bisher noch nicht offiziell deklariert, ob er neben dem Vizekanzler-Amt auch den kommenden Parteichef und Spitzenkandidaten geben möchte. Laut "Heute"-Umfrage wäre eine von ihm angeführte Sozialdemokratie für 46 Prozent der Befragten zumindest wieder eine Option – wir berichteten.

FPÖ weiter klar in Front

Was man aus der aktuellen "Unique Research"-Studie dennoch ablesen kann: Die Stärke der FPÖ ist ungebrochen – wer auch immer den Vorsitz bei den Sozialdemokraten innehat. Sie werden von Hajek aktuell auf rund 37 Prozent hochgeschätzt. Bei der großen "Heute"-Welle in der Vorwoche (mit der Annahme Babler-SPÖ) war es sogar noch ein Prozentpunkt mehr.

Mit Spannung erwartet werden freilich die aktuellen Werte der SPÖ. Erste Tendenzen seien laut Hajek in den Daten bereits erkennbar: "Mit Marterbauer an der Spitze dürfte die SPÖ ihren Abwärtstrend – im Vergleich zu anderen publizierten Umfragen mit SPÖ unter Babler – zumindest stoppen."

SPÖ dritte Kraft, aber stabilisiert

Er weist sie derzeit mit 17 Prozent aus. Zum Vergleich: In der Vorwoche hatte "Unique Research" die SPÖ mit Babler bei nur noch 15 Prozent. Obwohl Marterbauer die ÖVP einen Punkt in der aktuellen Umfrage kosten würde, bleibt die Volkspartei zweitstärkste Kraft und wird aktuell auf stabile 20 Prozent hochgeschätzt.

„Ob die SPÖ unter Markus Marterbauer mehr Wählerzuspruch gewinnen kann, wird sich erst zeigen.“
Peter Hajek"Heute"-Meinungsforscher
Erstellte die Umfrage: "Heute"-Meinungsforscher Peter Hajek
Helmut Graf

Tendenz im Match Schwarz gegen Rot? Hajek: "Ob die SPÖ unter Markus Marterbauer mehr Wählerzuspruch gewinnen kann, wie beispielsweise im Juni 2026 (25 Prozent), wird sich nach einer Übernahme des Vizekanzleramts und gegebenenfalls des Parteivorsitzes durch den Finanzminister zeigen."

Gewessler-Grüne weiter stark

Die Grünen (12 Prozent) bleiben deutlich vor den Neos (9 Prozent), die unter ihrem Wahlergebnis von 2024 liegen. Auch in dieser Woche wieder dürfte die KPÖ mit 4 Prozent mit dem Wiedereinzug in den Nationalrat liebäugeln.

coi,10.10.2026, 06:00