Reaktionen auf Babler-Wahl

FPÖ spottet: "SPÖ stellt unbeliebtesten Mann an Spitze"

Andreas Babler bleibt SPÖ-Chef, während die FPÖ die Wahl als fatale Entscheidung bezeichnet und scharf kommentiert.
Newsdesk Heute
07.03.2026, 22:22
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Beim Bundesparteitag der SPÖ in Wien hat Parteichef Andreas Babler seine Wiederwahl mit einer Mehrheit gefeiert. Mit 81,5 Prozent Zustimmung bestätigten die Delegierten den Vizekanzler an der Spitze der Sozialdemokraten, ob es das für ein Zeichen für Parteigeschlossenheit  reicht, bleibt offen. Klar ist: Parteifreunde aus Wien um Michael Ludwig gratulierten Babler zur Bestätigung, lobten seine programmatische Linie und versprachen, gemeinsam die sozialdemokratischen Projekte weiter voranzutreiben.

Der Parteitag stand ganz im Zeichen der politischen Zukunft der SPÖ. Unter dem Motto "Ordnen statt spalten" diskutierten die Delegierten die kommenden Vorhaben der Partei, darunter sozialpolitische Maßnahmen, Klimaschutzprojekte und Steuern. Babler nutzte die Bühne, um den Kurs der SPÖ zu verteidigen und betonte, dass die Partei geschlossen gegen rechte Populisten und soziale Ungerechtigkeit antreten werde. Parteikollegen bezeichneten die Wiederwahl als "starkes Signal für Stabilität".

"Unbeliebtester Funktionär"

Doch nicht alle reagierten auf Bablers Triumph positiv. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz attackierte den SPÖ-Chef scharf. "Die SPÖ hat heute ihren unbeliebtesten Funktionär an die Spitze gesetzt", kritisierte Schnedlitz. Laut FPÖ sei Babler weder in der Bevölkerung noch innerhalb mancher Parteikreise beliebt und stehe symbolisch für fehlende Reformbereitschaft. Zudem verwies Schnedlitz darauf, dass andere Parteifunktionäre deutlich höhere Zustimmungsergebnisse erzielt hätten – ein Seitenhieb auf die innerparteiliche Konkurrenz.

Trotz der harschen Kritik der Opposition blieb die SPÖ standhaft. Delegierte aus allen Bundesländern betonten, dass Babler die Partei konsolidieren müsse und dass seine Wiederwahl ein Zeichen für Stabilität und Kontinuität sei. Parteifreunde wiesen darauf hin, dass die FPÖ die Gelegenheit nutze, um politisches Kapital aus der SPÖ-internen Debatte zu schlagen – die Kritik sei daher teils strategisch motiviert. Aber: Mit Babler an der Spitze der SPÖ dürfte der Schlagabtausch insbesondere mit der FPÖ, an Schärfe gewinnen.

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