Polizei nimmt Geldkurier fest

Frau (81) verliert bei Deepfake-Betrug tausende Euro

In der Steiermark ist eine 81-jährige Opfer eines Deepfake-Betrugs geworden. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.
Newsdesk Heute
07.11.2025, 11:42
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Eine 81-jährige Steirerin ist Opfer eines ausgeklügelten Online-Betrugs geworden. Kriminelle nutzten ein manipuliertes Video eines bekannten österreichischen Fernsehstars, um für eine angebliche Trading-Plattform zu werben. Die Polizei konnte nun einen mutmaßlichen Geldabholer festnehmen.

Fake-Video mit Promi wirbt für Anlageplattform

Mitte August 2025 wurde die Frau auf der Plattform "Pinterest" auf eine Werbeanzeige aufmerksam. In dem Video war ein prominenter TV-Star zu sehen, der vorgab, sein gesamtes Einkommen in eine Trading-Plattform zu investieren und dabei hohe Gewinne zu erzielen. Tatsächlich handelte es sich laut Polizei um ein KI-generiertes Deepfake-Video.

Die 81-Jährige meldete sich bei der Plattform an und überwies zunächst einen kleineren Betrag. In weiterer Folge nahm ein angeblicher Broker Kontakt zu ihr auf und überzeugte sie, mehrere tausend Euro zu investieren. Auf ihrem vermeintlichen Trading-Konto stieg der Kontostand rasch – laut Anzeige hatte sich das Guthaben sogar verdreifacht.

Frau zeigt Betrug an

Als die Seniorin eine Auszahlung verlangte, wurde sie aufgefordert, zunächst mehrere tausend Euro an angebliche Steuern zu überweisen – was sie tat. Kurz darauf meldete sich ein vermeintlicher Mitarbeiter der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) und verlangte weitere Zahlungen. Dieses Mal wurde die Frau misstrauisch und erstattete Anzeige.

Polizei schnappt mutmaßlichen Geldkurier

Der Kontakt zu den Betrügern riss jedoch nicht ab. Unter Anleitung der Polizei täuschte die 81-Jährige vor, nur noch Bargeld zu besitzen. Die Täter kündigten daraufhin an, einen Kurier vorbeizuschicken, um das Geld abzuholen.

Am Abend des 5. November 2025 erschien der mutmaßliche Geldabholer an der vereinbarten Übergabestelle. Zivilfahnder griffen ein und nahmen den 21-jährigen, vermutlich ukrainischen Staatsbürger, fest. Er zeigte sich nicht geständig und wurde in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.

Polizei warnt vor Deepfake-Betrügern

Die Polizei warnt eindringlich vor Online-Investitionen über unbekannte Plattformen und vor manipulierten "Deepfake"-Videos, in denen bekannte Persönlichkeiten zur Täuschung missbraucht werden. Solche Inhalte sollen Seriosität vortäuschen und Vertrauen schaffen.

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