"Es ist erschreckend!"

Frau in Haft, Todescrash mit BMW – Wiener Anwalt pleite

Eine Anwalts-Gattin (32) ist in Haft, die Kanzlei ist mit 950.000 Euro in der Kreide. Und: Der BMW des Juristen soll einen Todes-Unfall gehabt haben.
Christian Tomsits
11.02.2026, 11:45
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Schwerer Gang vor das Bezirksgericht Innere Stadt für einen einst angesehenen Wiener Rechtsanwalt am Dienstag. Kürzlich kam heraus, dass nicht nur die Kanzlei des Strafverteidigers krachen ging, sondern auch die blonde Ehefrau des 67-Jährigen seit 16. Jänner in einer U-Haft-Zelle einsitzt, wir berichteten.

Die fast bis zum Schluss bei ihm als Assistentin angestellte 32-Jährige soll haufenweise Handgeld kassiert und sich selbst als Juristin aufgespielt haben. Weil die russisch-stämmige Frau laut Staatsanwaltschaft Wien einen bettlägerigen Bekannten bestahl und vor der Polizei schluchzend einen spektakulären Einbruch in ihrer Kanzlei vortäuschte, bei dem 75.000 Euro aus dem Tresor verschwanden, wurde U-Haft über sie verhängt. Wohl auch wegen ihres verstörenden Verhaltens dürfte die Kanzlei des Anwalts – der Segeln, mit dem Privatjet fliegen und Opernbesuche als Hobbys hatte – in die Binsen gegangen sein.

Das Konkurs-Verfahren dürfte jetzt jedenfalls ebenfalls zum echten Krimi werden. Bei der ersten Tagsatzung diesen Dienstag kam heraus, dass von 950.000 Euro und drei Leasingautos jede Spur fehlt. "Ein BMW steht kaputt in irgendeiner Werkstatt", murmelte der Anwalt in der ersten Gläubigerversammlung. Scheinbar war das Auto des Juristen in einen tödlichen Unfall verwickelt – und bis heute ist ungeklärt, wer wirklich hinterm Steuer saß…

"Seitdem gings bergab", meinte der Jurist. Er ließ er Fristen verstreichen, zahlte Kollegen für Einspringdienste nicht und will aktuell nicht einmal mehr einen Internetzugang haben. "Es ist erschreckend", brachte es die Richterin auf den Punkt. Am 4. März muss sich der aus der Kammer geworfene Anwalt übrigens wegen Veruntreuung als Angeklagter am Wiener Landl verantworten. Es könnte sein, dass er sich danach die Adresse wieder mit seiner Ehefrau teilt – nämlich jene der Justizanstalt Josefstadt. Die Unschuldsvermutung gilt.

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