Der Brand in Hollabrunn wurde zu spät entdeckt, eine Person starb an den Folgen. Der Notruf wurde um 17.10 Uhr abgesetzt, "Brand in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses". Eine 45-jährige Frau hatte Brandgeruch im Stiegenhaus bemerkt und sofort nach ihrem 57-jährigen Verwandten gesehen.
In der Wohnung bot sich ihr ein dramatisches Bild: Eine Sitzbank stand bereits in Vollbrand. Die Frau wollte noch ins Schlafzimmer, um nach dem Mann zu suchen.
Wegen der massiven Rauchentwicklung kam sie aber nicht mehr weiter. Sie alarmierte sofort die Nachbarn und setzte die Rettungskette in Gang.
"Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde gemeldet, dass sich noch eine Person in der Brandwohnung befindet. Eine weitere Person konnte noch rechtzeitig aus dem Stiegenhaus gerettet und dem Roten Kreuz übergeben werden", so die Feuerwehr Hollabrunn.
Der 57-jährige Bewohner wurde von Atemschutztrupps schwer verletzt in der Wohnung gefunden. Er wurde noch nach draußen gebracht, doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät – er starb noch vor Ort.
Seine 45-jährige Verwandte wurde mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung ins Landesklinikum Hollabrunn gebracht. Gegen 18.20 Uhr konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Alle Wohnungen bis auf die betroffene Brandwohnung wurden nach der Kontrolle wieder freigegeben.
Die genaue Brandursache ist noch unklar. "Die Brandursachenermittlung wird von Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich gemeinsam mit Sachverständigen des Bundeskriminalamtes und dem Bezirksbrandermittler durchgeführt", so die Polizei.
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot ausgerückt. Die Feuerwehren Hollabrunn, Wullersdorf und Magersdorf standen mit elf Fahrzeugen und 49 Mann im Einsatz.