Gleich zwei heftigen Anklagepunkten muss sich ein 43-Jähriger heute in Wels stellen: Der Mann soll – unter anderem bei den Feldkirchner Badeseen (Bez. Urfahr-Umgebung) – Kameras auf Damentoiletten versteckt haben. Am Dienstag wurde der Prozess am Landesgericht Wels fortgesetzt.
Denn: Der 43-Jährige stand schon am 10. März vor dem Richter. Am ersten Verhandlungstag verschlimmerte sich die Verdachtslage nur noch mehr – der Prozess wurde vertagt.
Auf dem PC des Verdächtigen wurden laut Staatsanwaltschaft zudem zahlreiche Bilddateien aus dem Darknet gefunden. Es handle sich dabei um sexualbezogenes Kindermissbrauchsmaterial von Unmündigen.
Auch die Aufnahmen von den selbst versteckten Kameras soll der Angeklagte auf seinem Smartphone und auf Speicherkarten gesammelt haben. Vergangenen August erwischte eine Reinigungskraft den Mann in flagranti beim Entfernen der Kameras.
Dem Mann drohte dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Auch die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum steht im Raum – wurde letztendlich aber nicht durchgesetzt. Der Angeklagte, für den die Unschuldsvermutung gilt, fasste am Nachmittag eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.