Klares Urteil in Linz: Ein 40-Jähriger soll drei Frauen, mit denen er liiert war, heimlich mit Tabletten betäubt und missbraucht und alles mit dem Handy gefilmt haben. Seit Februar saß der Beschuldigte in Untersuchungshaft.
Laut Anklage habe er seinen Partnerinnen (35, 38, 42) zwischen 2017 und 2024 Schlafmittel verabreicht, um sie bewusstlos zu machen. Während sie regungslos dalagen, soll er sexuelle Handlungen an ihnen vorgenommen haben.
Aufgeflogen war der Fall, als eine seiner Freundinnen das Handy durchsuchte – sie vermutete einen Seitensprung. Stattdessen stieß sie auf ein Video, auf dem sie selbst bewusstlos auf einem Bett lag. Sie erkannte das Hotelzimmer in Tschechien, wo sie gemeinsam Urlaub gemacht hatten.
Auf seinen Datenträgern fanden die Ermittler zwölf Videos, die ihn bei den Übergriffen zeigen sollen. Am Dienstag musste sich der 40-Jährige in Linz vor Gericht verantworten – und bekam prompt sein Urteil.
Wegen psychischer Probleme habe er ein Schlafmittel verschrieben bekommen, erklärte der Mann laut "OÖN" dem Richter. Eben das habe er dann seinen Freundinnen gegeben. Wegen der Medikamenten-Abhängigkeit habe er keine Schuldgefühle empfunden.
"Ich bin klar im Kopf geworden und sehe, was ich verbrochen habe. Es tut mir leid", erklärte der 40-Jährige, der schon einschlägig vorbestraft ist, dann aber. Das Urteil des Richters kam bald: "Sie haben mit Sicherheit ein psychisches Problem."
„Sie haben mit Sicherheit ein psychisches Problem.“Richter zum Angeklagten
Das rechtliche Nachspiel für die Taten: Fünf Jahre unbedingte Haft. Obwohl der Angeklagte, für den die Unschuldsvermutung gilt, das Urteil annahm, ist es noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft gab noch keine Erklärung ab.