Ungewöhnliche Begegnung

Fünf Meter lang – Hai-Alarm an Kroatiens Küste

Ein außergewöhnlicher Fang sorgt derzeit in Kroatien für Aufsehen: Im Brac-Kanal ging ein streng geschützter Stumpfnasen-Sechskiemerhai ins Netz.
Heute Life
07.04.2026, 09:34
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Es ist eine Begegnung, die selbst erfahrene Fischer nur selten machen: Vor der kroatischen Adriaküste ist ein Stumpfnasen-Sechskiemerhai (Hexanchus griseus) als Beifang ins Netz gegangen, wie lokale Medien berichten. Eine Art, die gewöhnlich verborgen in den Tiefen des Meeres lebt.

Ein seltener Gast aus der Tiefe

Die Tiere zählen zu den größten Haiarten weltweit. Ausgewachsene Tiere können eine Länge von mehr als fünf Metern erreichen und rund 600 Kilogramm wiegen. Charakteristisch ist vor allem ein anatomisches Merkmal: Anders als die meisten Haie besitzt diese Art sechs Kiemenspalten statt der üblichen fünf.

Normalerweise bleibt diese Spezies für den Menschen unsichtbar. Tagsüber hält sie sich in großen Tiefen auf, oft weit entfernt von der Küste. Erst in der Nacht steigt sie in höhere Wasserschichten auf, um Nahrung zu suchen. Dass ein solches Tier überhaupt in Küstennähe auftaucht, gilt daher als seltenes Ereignis.

Streng geschützte Art

Die Fischer reagierten schnell: Sie brachten den Hai nicht an Land, sondern setzten ihn unmittelbar wieder frei. Der Grund: Der Stumpfnasen-Sechskiemerhai steht in Kroatien unter strengem Schutz.

In der Adria gilt die Art als selten. Sichtungen konzentrieren sich vor allem auf Gebiete südlich der abgelegenen Vulkaninsel Jabuka. Die dortigen Gewässer zählen laut Deutscher Stiftung Meeresschutz aufgrund ihres Schutzstatus und ihrer besonderen geologischen Bedingungen zu den fischreichsten Regionen des Meeres.

Keine Gefahr für Badegäste

Trotz seiner beeindruckenden Größe besteht für Menschen kaum Anlass zur Sorge. Begegnungen zwischen dieser Haiart und Badegästen sind äußerst unwahrscheinlich. Die Tiere meiden normalerweise flache Küstengewässer und bleiben in der Tiefe.

Experten betonen, dass Sichtungen solcher Haie kein Zeichen für eine steigende Gefahr sind, sondern vielmehr seltene Einblicke in eine weitgehend verborgene Unterwasserwelt.

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