Im Herbst könnten sich in Österreich wieder ungewöhnlich große Spinnen blicken lassen. Vor allem ab September steigt die Chance, Südrussische oder Schwarzbäuchige Taranteln auch in der Nähe von Häusern und Siedlungen zu entdecken. Für Menschen stellen die Tiere trotz ihres auffälligen Erscheinungsbildes keine Gefahr dar.
Beeindruckend ist vor allem ihre Größe: Die Südrussische Tarantel kann eine Körperlänge von bis zu vier Zentimetern erreichen und gehört damit zu den größten heimischen Spinnenarten Mitteleuropas.
Hinter der herbstlichen Wanderschaft steckt die Paarungszeit. Vor allem die männlichen Tiere machen sich auf die Suche nach Weibchen und legen dabei an milden Tagen teils größere Strecken zurück. So kann es passieren, dass die Spinnen plötzlich in Gärten und Garagen oder sogar in Wohnhäusern auftauchen.
Eine solche Tarantel bekam auch ein "Heute"-Leser aus Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) am Mittwoch zu Gesicht. Der Niederösterreicher zückte sofort sein Handy und fotografierte das Tier. Um die beachtliche Größe der Spinne zu verdeutlichen, hielt er für das Foto seine Hand daneben.
Auch wenn die großen Spinnen auf den ersten Blick für Schrecken sorgen können, besteht für Menschen keine Gefahr. Sowohl die Südrussische als auch die Schwarzbäuchige Tarantel gelten als harmlos. Der Naturschutzbund appelliert deshalb, die Tiere in Ruhe zu lassen und keinesfalls zu verletzen oder zu töten.
Sollte sich eine der Spinnen ins Haus verirren, lässt sie sich vorsichtig mit einem Glas oder einem anderen Behälter einfangen und nach draußen bringen. Im Freien sollten die Tiere dagegen möglichst nicht umgesetzt werden, da dies ihre natürliche Wanderung beeinträchtigen kann. Für Betroffene heißt es daher vor allem: Ruhe bewahren und die Spinne nicht unnötig stören.