"Das Projekt 'Österreichische Weidegans', das 1992 im Mühlviertel ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt", erklärt Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Mittlerweile ziehen bundesweit rund 250 Mitgliedsbetriebe jährlich etwa 50.000 Tiere auf und bringen sie direkt in die Vermarktung.
Der heurige Extrem-Sommer mit anhaltender Trockenheit und zahlreichen Hitzetage stellte auch die Weidegansbetriebe vor große Herausforderungen. Der Vogel ist zwar die einzige Geflügelart, die Gras besonders gut verwerten kann. Doch in vielen Regionen fehlten die für die Weidehaltung wichtigen saftigen Grünflächen.
Die Betriebe mussten deshalb mit frischem Mähgras, Maissilage oder Getreide zufüttern, um die Versorgung sicherzustellen. Zusätzlich wurden den Tieren vor allem während der heißen Mittags- und Nachmittagsstunden vermehrt Schattenplätze angeboten.
Was sich viele Konsumenten angesichts der nach wie vor hohen Inflation fragen: Was kostet das beliebte Martini-Gericht heuer? Die Kammer hat eine gute Nachricht: Der Preis hat sich demnach verglichen mit der vergangenen Saison nicht geändert.
Die Details: Für frisches Fleisch ab Hof muss man in dieser Saison pro Kilo zwischen 14 und 16 Euro hinlegen. Bio-Ware kostet einige Euro mehr. Wer auf den Geschmack gekommen ist, findet Produzenten auf weidegans.at. Dort kann findet man außerdem Anregungen in Form von Rezepten.