Die Landeshauptstadt muss den Gürtel enger schnallen, die Budgetnöte treffen auch das Saubermachen: Im Sommer wurde bekannt, dass in dem Bereich Arbeitsstunden reduziert werden.
Wie auch ÖVP und FPÖ hatte die zuständige grüne Stadträtin Eva Schobesberger noch vor wenigen Wochen heftige Kritik an den Sparmaßnahmen geübt. Jetzt lobt sie in Eintracht mit der roten Personalreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan den "Effizienzgewinn".
Durch die Neustrukturierung – u.a. wurde von drei auf zwei Abteilungen reduziert – hätten sich "wesentliche Verbesserungen" in Steuerung, Organisation und Ressourcennutzung ergeben, heißt es.
Im Frühjahr soll ein Team "für Sonderaufgaben" starten. Im Fokus: illegale Sperrmüllablagerungen oder die Wartung von Mistkübeln und Aschenbechern.
VP-Klubchefin Michaela Sommer hingegen will "Missstände" beseitigt wissen. Sie pocht auf eine Rückkehr der sogenannten Viertelkehrer. Konkret damit gemeint: "Wir brauchen wieder Mitarbeiter, die regelmäßig in ihren Vierteln unterwegs sind, die neuralgischen Stellen kennen und direkt für Sauberkeit sorgen."
Die Freiheitlichen zur Fokussierung der Reinigung auf die Innenstadt: Die anderen Stadtteile dürften nicht außer Acht gelassen werden, betont Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr. "Die Linzer haben unabhängig von ihrem Wohnort ein Recht auf saubere Straßen." Besonderen Handlungsbedarf sieht er entlang der Wiener Straße zwischen Musiktheater und Bulgariplatz.