Sie schauen aus wie harmlose Zuckerl oder Kekse – doch sie haben es in sich: Die Rede ist von sogenannten "Edibles", also essbaren Produkten, die mit psychoaktiven Substanzen wie THC, Kratom, Muscimol oder Blauer Lotus versetzt sind.
Genau davor warnt jetzt Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner: "Diese Produkte sind oft bunt, süß und leicht verfügbar – genau das macht sie für Jugendliche so riskant."
Aktuell ist eine Gesetzesnovelle in Begutachtung, die das Inverkehrbringen solcher Produkte künftig verbieten soll – auch wenn die enthaltenen Stoffe noch nicht offiziell als gesundheitsschädlich gelten.
Das Problem: Der Vertrieb erfolgt meist über Automaten oder das Internet. Anbieter tarnen die Ware dabei oft als "Sammlerprodukt" oder "Dekorationsartikel", um rechtliche Grauzonen auszunutzen. Immer wieder landen die Produkte trotzdem im Kinderzimmer – mit teils schweren gesundheitlichen Folgen. "Was harmlos aussieht wie ein Zuckerl oder ein Keks, kann hochgefährlich sein", sagt Haider-Wallner.
"Wir sehen leider, dass junge Menschen nach dem Konsum solcher Edibles medizinisch behandelt werden müssen. Das darf nicht bagatellisiert werden", sagt sie weiter. Sie appelliert an Eltern, aufmerksam zu sein, mit ihren Kindern zu sprechen – und bei auffälligen Produkten sofort hinzuschauen.